Wenn ich mir das so anschaue: Ich bin ganz schön entzückt, was die Polinnen und Polen gegen ACTA gerade auf die Beine stellen. Lasst uns doch hier auch mal loslegen und dieses Abkommen stürzen. Wenn man sich nämlich diese Karte anschaut, dann sieht man, dass hier noch gar nichts läuft.
Von wegen ACTA ist tot. Von wegen großer Erfolg gegen die Lobbyisten. Die EU-Kommission hat sich eine schöne Strategie ausgedacht, um ACTA doch noch durchzudrücken. Über Umwege. Bei Netzpolitik steht, wie sie das machen wollen.
Es muss nicht immer Google sein. Richard Gutjahr beschäftigt sich zum Start der neuen Google-"Datenschutzerklärung" mit den deutschen Adresshändlern, die immer noch ihr dreckiges Geschäft mit den Daten unvermindert weiterbetreiben können.
Anstatt ihr Online-Angebote und Apps ordentlich mit den GEZ-Gebühren auszubauen und den Leser/innen etwas zurückzugeben, werden ARD und ZDF ihre Onlineangebote kaputtstreichen: fast kein Text mehr, nur noch Audios und Videos. ARD und ZDF schwächen damit ihre journalistische Relevanz - und das ohne Not. Mehr dazu bei Stefan Niggemeier.
Peter Piksa hat sich über die Zukunft des Netzaktivismus Gedanken gemacht und findet die Synthese zwischen Thomas Stadler und Falk Lüke: professionalisieren ist genauso wichtig wie die Spontanität des Schwarms. Genau so ist es!
Den Gipfel des Zynismus bestiegen heute 43 Wirtschaftsverbände und Lobbyorganisationen: Sie nannten die Proteste gegen ACTA eine "koordinierte Attacke auf demokratische Institutionen". Denn wir wissen ja, die Lobbyisten selbst sind ja von allen überall und überhaupt am allermeisten demokratisch legitimiert. Was für Dreckspatzen!
2 Kommentare zu “Solche Demos brauchen wir gegen ACTA”