CC-BY-NC Sebastian Hillig

Nicht mein Präsident: Gute Gründe gegen Gauck

CC-BY-NC Sebastian Hillig

Glücklicherweise wird die vorzeitige Wahl Gaucks zum Bundespräsidenten durch die Parteispitzen von Grün, Rot, Gelb und Schwarz nicht mehr ganz so unkritisch gefeiert wie seine Kandidatur bei der letzten Bundespräsidentenwahl. Wer jetzt jubelt, dem sollten folgende Zitate, Anmerkungen und Fakten von und über den nächsten Bundespräsidenten mit auf den Weg gegeben werden.

Sozialpolitisch ist Gauck, der mit (neo)liberalen Preisen überschüttet wurde, ein Vertreter der eisenharten Marktwirtschaft, wie der Spiegelfechter schön auseinandernimmt.

Gauck lobte Gerhard Schröder für seinen HartzIV-Mut, nannte Sozialproteste “töricht” und gibt quasi 1:1 Zitate der neoliberalen PR-Maschine Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft wider:

„Wir stellen uns nicht gerne die Frage, ob Solidarität und Fürsorglichkeit nicht auch dazu beitragen, uns erschlaffen zu lassen.“ (Quelle: Welt-Online vom 07.06.10).

Kritik an Banken und die Occupy-Proteste fand er “unsäglich albern”, in seinem Buch “Winter im Sommer – Frühling im Herbst” nannte er diejenigen, die den bundesdeutschen Sozialstaat für nicht sozial genug halten, “kleinmütig” und “anfällig für fürsorgliche Politik” (S.337 / siehe auch). Gauck ist ein Präsident, der seinen Antikommunismus auch auf klassische sozialdemokratische Positionen ausgeweitet hat, er will die SPD als Schröderianer in der Mitte sehen.

Gauck fühlt sich angetrieben vom „Schmerz über so viel geraubte Freiheit, soviel Demütigung und beständiger Ohnmacht“ (S. 329 seines Buches) in seinem Leben als Pastor in der DDR. Die Erfahrung mit einem repressiven Regime führt jedoch nicht dazu, autoritäre Tendenzen in der Bundesrepublik als solche zu erkennen. So sagte er über die Vorratsdatenspeicherung, nachdem er Hans-Christian Ströbele “Hysterie” vorwarf:

“Sie müssen wissen, dass etwa die Speicherung von Telekommunikationsdaten nicht der Beginn eines Spitzelstaates ist.”

Wiederrum mit Informationsfreiheit, Transparenz und Whistleblowing hat es Gauck nicht so. Das seien gestohlene Daten: “Das kann ich nicht akzeptieren, dass das gefeiert wird, das ist ein elementarer Verlust von Recht.” Und überhaupt, Transparenz: Als er damals als Leiter der “Gauck-Behörde” eine parlamentarische Anfrage der PDS zur Beschäftigung von ehemaligen MfS-Mitarbeitern geben musste, beantwortete er diese falsch. Kritik an der Ausrichtung der Stasi-Unterlagenbehörde gab es natürlich auch: Die Unterlagenbehörde habe bewiesen, dass sie für die Aufarbeitung der DDR-Geschichte ungeeignet sei. Sie sei nicht als neutrale wissenschaftliche Einrichtung angelegt, sondern habe die politische Bestimmung, die DDR zu delegitimieren. Das unterschrieben damals Egon Bahr, Günther Grass und Friedrich Schorlemmer.

Dem Rassisten Sarrazin attestierte Gauck hingegen “Mut”, auch wenn er dessen biologistische Thesen ablehnte. Aus der SPD hätte er Sarrazin nicht ausgeschlossen, sagt er im selben Interview und Stolz, auch auf die Nation, hält er für ein natürliches Gefühl. Das muss nicht verwundern, denn Gauck hatte auch kein Problem damit, in der vom NS-Richter und CDU-Ministerpräsidneten Filbinger gegründeten neurechten Denkfabrik “Studienzentrum Weikersheim” als Referent zu sprechen. Da wundert dann seine krude Haltung zur Abtretung der deutschen Ostgebiete auch nicht mehr, die er im Nachwort des “Schwarzbuches des Kommunismus” ventilierte:

“Einheimischen wie Vertriebenen galt der Verlust der Heimat als grobes Unrecht, das die Kommunisten noch zementierten, als sie 1950 die Oder-Neiße-Grenze als neue deutsch-polnische Staatsgrenze anerkannten.”

Im gleichen Nachwort setzt Gauck darüber hinaus grob den Kommunismus und Nationalsozialismus gleich. Eine “frivole Relativierung der NS-Verbrechen” nannte der Sozialdemokrat Jochen Zimmer, Herausgeber des “Gauck-Lesebuchs” (Eichborn-Verlag) dieses Geschichtsbild.

Gaucks Erfahrungen mit dem autoritären real existierenden Sozialismus haben ihn wohl auch bewegt, im Jahr 2008 die “Prager Erklärung” zu unterzeichnen. Die Prager Erklärung steht in der Kritik, den Nationalsozialismus und den Kommunismus gleichzusetzen und damit die NS-Verbrechen zu relativieren.

Wenn also am 18. März der “Bundespräsident der Nationalen Einheit” mit überwältigender Mehrheit gewählt wird, dann wird es einer sein, der vom Sozialstaat nicht viel hält, der in warmen Worten die Eigenverantwortung des Einzelnen in den Vordergrund stellt, Kritik am Kapitalismus für albern hält, HartzIV und Afghanistan-Krieg gutheißt, die Vorratsdatenspeicherung befürwortet, den Verlust der Ostgebiete wie Erika Steinbach sieht – und darüber hinaus Kommunismus und Nationalsozialismus gleichsetzt in gefährliche Nähe setzt.

Das ist nicht mein Präsident.

Foto: Sebastian Hillig unter CC-BY-NC

Update:
Zu Gaucks Haltung der Vorratsdatenspeicherung und den Vorwürfen, hier werde alles aus dem Kontext gerissen: Wer sich dieses Video anschaut, wird merken, dass Gauck zwar eine Verhältnismäßigkeit fordert, aber generell einen Einsatz der Vorratsdatenspeicherung nicht ablehnt. Dies darf man getrost Befürwortung der Vorratsdatenspeicherung nennen, auch wenn Gauck hier abwägt und durchaus kritische Anmerkungen macht.

Interessant finde ich auch, dass weder Patrick Breitenbach noch der Cicero auf die anderen Vorwürfe, wie die Zitate zur Ostgrenze oder der Kritik an seinem Totalitarismus-Ansatz machen, der eben kommunistische Regime und den Nationalsozialismus in eine nicht haltbare Nähe setzt – und dadurch den Holocaust relativiert. Genausowenig werden irgendwo die neoliberalen Aussagen Gaucks als kontextlos dargestellt, denn Gauck ist eben ein Neoliberaler. Und das lässt sich eben nicht entkräften.

Was mich in meiner Haltung gegenüber Gauck bestärkt, ist der Beifall, den er von rechtskonservativer und nationalliberaler Seite bekommt. Das befremdet sehr und sollte auch Sozialdemokraten, Grüne und Linksliberale nachdenken lassen.

geschrieben von: Mikael in den Fahrt

Der im niederländischen Groningen geborene Mikael in den Fahrt will die “bourgeoise Monotonie von Metronaut von allen Seiten aufbohren”. Seit 2010 schreibt der gelernte Volkswirt sporadisch für Metronaut.

83 Kommentare

  1. hooj says:

    meiner auch nicht, und von den grünen erwarte ich eine erklärung – das ist unfassbar.

  2. monettenom says:

    Auf mich erweckt der Mann, als würde er sich sehr gut mit Geschichte auskennen. Genau wie Erika Steinbach. Sein Wissen scheint ja weit über das auswendig gelernten Schulwissen der Kritiker hinauszugehen.

    Dass Gauck eine Meinung hat, kann man ihm ja schwer vorwerfen. Dass sie der Meinung seiner Kritiker nicht entspricht, ist kein Grund zur Hysterie. Immerhin leben wir in einem Land, wo es erlaubt ist, eine Meinung zu haben. Auch wenn sie nicht dem Mainstream entspricht.

  3. Buchter says:

    Hmm, aus meiner Scht sprechen die meisten hier vorgetragenen Fakten eher für ihn. Bei der VDS habe ich auch etwas andere Ansichten, aber seine Meinung zum Sozialstaat – von dem er keineswegs wenig hält – und Occupy, halte ich für eine sehr realistische Einschätzung.

    Das Fazit am Ende zeichnet ein völlig falsches Bild und enthält zudem auch noch Lügen.
    Traurig, wer sowas flattert.

  4. Jeder, der hier aufgeführten Punkte ist ein Punkt für ihn. Alles Gründe, warum Gauck auf jeden Fall mein Präsident ist, mehr noch als Wulff. Endlich einer, der einen deutlich liberal-konservativen Weg fährt, für Freiheit und Verantwortung und auch mit Stolz auf unser gemeinsames deutsches Vaterland, für Demokratie und Menschenrechte. SPD und – vor allem – die Grünen werden sich schon noch wundern, was sie sich für ein Ei ins Nest gelegt haben… – und die Linken, die genauso verboten gehören wie die NPD, kotzen ja jetzt schon…

  5. Simon says:

    Arme Metronauten, jetzt kommen die PI-Trolle und Rechtsausleger.

  6. Peschke,Kurt says:

    Nach meiner Ansicht ist Gauck ein theologischer “Scheinheiliger”.
    Wenn ich schon das Wort “Bürgerrechtler” höre,davon habe ich nach der Wende genug kennengelernt.Lieber 3 Wulfs,die passen zum Politsystem.Wulf wurde durch Deutschlands “Journaillie”kaputtgemacht.

  7. LHME says:

    Lässt euch mal von den trollen hier nicht klein kriegen ,.dieser Herr gauck ist lediglich von Springer gehyped aber in einer Welt in der Politik nicht nur aus filz und meinungsmache besteht wäre der Mann für jedes politische Amt undenkbar

  8. Mikael says:

    Dass sich hier die Rechten über Gaucks Nominierung freuen, finde ich ja bezeichnend…

    Noch zu einem andern Thema:
    Es ist schon spannnend zu sehen, wie sich die Darstellung in der Presse vereinheitlicht, wenn ein Kandidat von vier Parteien mitgetragen wird. In der Kommunikationswissenschaft wird dieser Effekt “Framing” genannt. Dabei geraten kritische Stimmen unter die Räder, weil sie als außerhalb des Systems stehend wahrgenommen werden, da die Presse von der parlamentarischen Rrepräsentanz einer Meinung ausgehend ihre Berichterstattung ausrichtet. Dieser Effekt geschieht unbewusst, ist empirisch belegt und hat auch nichts mit “einem großen Plan dahinter” zu tun. Es gibt Studien über Framing im Bezug auf den Kosovo-Krieg, wo eine ähnliche parlamentarische “Einheitskoalition” bestand. Bin ja mal gespannt, ob in den großen Mainstreammedien jetzt noch ein kritisches Wort auftaucht…

  9. herbert says:

    Die meisten Leute die Gauck favorisieren dürften einfach das durch die Medien vorgezeichnete Bild übernommen haben. Doch wo viel Licht da viel Schatten, sein Lieblingsthma “Idee der Freiheit in Verantwortung“ zeigt wohin die Reise geht und einigen wird noch ein Licht aufgehen, denn was nützt die vermeitliche Freiheit wenn ich dafür unter einer Brücke schlafen muss. Gauck ein neoliberaler Prediger des Raubtierkapitlismus, Befürworter von Wirtschaftskriegen, ein Maschinengewehr Gottes wird polarisieren -soviel ist gewiß.

  10. Mikael says:

    Jetzt kommt doch was von der Kritik an:
    http://www.fr-online.de/bundespraesident–gauck-folgt-wulff/bundespraesident-gauck–facebook-user-und-blogger-greifen-gauck-an,11460760,11672174.html

    Wäre interessant zu untersuchen, inwieweit “Framing” heute durch Kommunikation im Netz durchbrochen werden kann.

  11. Clemens says:

    Ich habe vergangene Woche mit der Schule einen Vortrag von Gauck besucht mit dem Thema “Freiheit als Verantwortung”. Jetzt kann ich allerdings dem Vortrag nicht entnehmen, dass er ein Befürworter des Raubtierkapitalismus ist. Im Gegenteil, die Freiheit von der er Sprach war kaum wirtschaftlicher Natur, obwohl er im Rahmen eines Wirtschaftsforums gesprochen hat.

  12. superlukas says:

    Vielen Dank! Ich habe da mal ein PDF draus gemacht. Kann man ausdrucken und Mitbewohnern/Eltern/Geschwistern/etc. neben die Tageszeitung legen. Sharing is caring – falls euch am PDF irgendetwas stören sollte löscht meinen Kommentar einfach :)

    http://www.mediafire.com/?gb6tskgjxbf3zmg

  13. Heinz Müller says:

    Danke für die Zusammenfassung.
    Das sind viele gute Gründe FÜR Gauck!!

    MfG
    @HeinzMueller

  14. alfi says:

    Ack. Nicht mein Präsident!

  15. patrick says:

    Ich als SPD-Mitglid und Anhänger einer rot-grünen Regierung finde die Nominierung von Gauck eine Katastrophe!!!

  16. John F. Nebel says:

    @Clemens: Die Kunst liegt eben darin, neoliberale Forderungen gut zu verpacken. Und Gauck ist ein sehr guter Redner. Die hier von Mikael zitierten Sprüche sind ja nur ein kleiner Teil seiner sozialpolitischen Aussagen. Und die gehen immer in Richtung vollkommen wirtschaftsliberal. Wo Eigenverantwortung steht, ist auf der anderen Seite immer die Auflösung gesellschaftlicher Verantwortung gemeint.

  17. peter says:

    Wow, nachdem ich das gelesen habe freue ich mich nun das Deutschland einen wirklich guten Bundespräsident haben wird.

  18. Ralf says:

    Wann wird das erste Nacktfoto von Gauck und Frau Daniela Schadt?

    Gauck ist schließlich bekennender FKK-Fan und damit nicht gegen Nacktscanner:

    http://derstandard.at/1291454160226/Diskussion-im-Burgtheater-Der-Staat-darf-nicht-zum-Spitzel-werden

    Kommt nun der erste FKK-Empfang im Schloss Bellevue?
    So einen Präsidenten brauchen wir!!!

  19. ben says:

    Meiner ists auch nicht,ätzend

  20. Mitunter says:

    Das werden anstrengende Jahre für den unreflektierten Teil der linken Gemeinde. Wir werden einen tatsächlich bürgerlichen, gebildeten, streitbaren Präsidenten haben.
    Das Zitieren und Kumulieren von aus dem Zusammenhang gerissenen Textbausteinen bis alles in das eigene Weltbild pass, haben der rechte und linke Politpöbel gemeinsam. Wer so argumentiert wie in diesem Blog, hat den journalistischen Anspruch und das Talent eines Thilo Sarrazin.

  21. norbert says:

    Gauck ist ein Fossil aus DDR Zeiten und aus dieser Zeit stammen seine Thesen.
    Schade. Hätte mir einen etwas zeitgemässeren Bundespräsidenten erhofft.

  22. Simon says:

    @Mitunter: Alle hier beschriebenen Zitate sind mit Zeitungsartikeln und Buchseiten belegt, die Sarrazin-Geschichte ist nicht aus dem Zusammenhang gerissen, da ja darauf hingewiesen wird, dass er die biologistische Komponente ablehnt.

    Wo ist ihr Problem?

  23. crissi says:

    Von Wulff zu Gauck- Vom Regen in die Jauche. Wulff war kein muffiger rechtsnationaler Pfaffe. Mir graut. Mir graut.

  24. Bob Roberts says:

    Selbstverständlich kritisiert Transatlantiker Gauck die Veröffentlichungen von Botschaftsdepeschen durch WikiLeaks:

    “Das kann ich nicht akzeptieren, dass das gefeiert wird, das ist ein elementarer Verlust von Recht.”

    Ein elementarer Verlust von Recht ? Das Schicksal des mutmaßlichen Whistleblowers Bradley Manning, dem die Weltöffentlickeit schockierende Informationen über Verbrechen der US Army in völkerrechtswidrigen Kriegen verdankt und der unter folterähnlichen Bedingungen in Haft sitzt, thematisert der Theologe nicht.
    http://machtelite.wordpress.com/2012/02/18/joachim-gaucktransatlantischer-wunschkandidat-der-neoliberalen-spd/

  25. Was sich in Gaucks Nominierung zum Bundespräsidenten widerspiegelt, ist wohl – wieder mal – die Sehnsucht nach einem “starken Mann”, nach “einem, der’s richtet”. Wie sonst wäre der Jubel, der seiner Person quer durch Parteien, Fraktionen und Bevölkerungsschichten entgegen gebracht wird, zu erklären.

    Gauck hat zweifellos Charisma, und er verfügt über die Kraft des Wortes (und taugt damit bestens zur Stilisierung als “Lichtgestalt”). Aber er steht in keinster Weise z.B. für sozialdemokratische Werte, wie Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung des weltweiten Turbo-Kapitalismus …

    Statt dessen wird er nicht müde, immer und immer wieder seine altbackenen Freiheitsfloskeln zu repetieren (in einer Zeit und Gesellschaft, in der jeder Zwanzigjährige die Freiheit besitzt, an der Börse über Nacht zum Millionär zu werden, wie anderererseits jeder Obdachlose so “frei” ist in der selben Winternacht unter ‘ner Brücke zu verrecken).

    Gaucks Verdienste, so er denn welche aufzuweisen hat, liegen in der Vergangenheit. “Verdient” gemacht hat es sich in erster Linie und vor allem als Leiter der nach ihm benannten Behörde um die Demontage und Diskreditierung der DDR. Dass sich die DDR in den Köpfen vieler Menschen (der meisten jetzt lebenden Deutschen), die nicht selbst in ihr gelebt haben, als “Stasi-Diktatur” und “Unrechtsregime” festgesetzt hat, ist nicht nur der BILD-Zeitung, sondern auch Joachim Gauck zu verdanken.

    Menschen wie ich (und viele andere), die in der DDR ein zwar bescheidenes, aber gutes und zufriedenes Leben geführt haben, mögen Gauck nicht besonders (Gauck selbst hat in den frühen DDR-Jahren andere, schlimme, Erfahrungen gemacht. Das sei ihm unbenommen, rechtfertigt aber nicht seinen missionarisch-eifernden Feldzug gegen DDR und Sozialismus). He ist NoMyPresident, und eine Umfrage heute in seiner Heimatstadt Rostock (nachzulesen auf Spiegel Online) hat ergeben, dass ihn dort nur etwas mehr als 30% der Befragten für einen geeigneten Präsidentschaftskandidaten halten.

    Ich hoffe dennoch sehr, dass es Gauck im Falle seiner Wahl (die wohl als sicher gelten muss) gelingen möge, für sich und das Land neue, zukunftweisende Themen zu finden. Denn sollte er weiter in der ihm eigenen Art “Vergangenheitsbewältigung” betreiben, dürfte wenig Produktives von ihm ausgehen …

  26. gegenalle says:

    Es gibt in der Zwischenzeit genug korrigierende Meldungen mit entsprechend ausführlichen Zitaten, die die Vorwürfe in den Zusammenhang setzen und größtenteils entkräften.

    Ein Beispiel hier:
    http://blog.karlshochschule.de/2012/02/20/gauck-in-der-filterbubble-oder-wie-wir-lernten-den-kontext-zu-ignorieren/

    Ich meine mich auch erinnern zu können, dass etliche Stimmen bei der letzten Wahl eher pro Gauck als pro Wulff waren und schliesse mich dem Verhalten sogar an. Töpfer wäre in dieser Runde der Mann der Stunde und von Gauck hätte ich seinem Nimbus entsprechend eine Ablehnung auf Runde 2 erwartet.

  27. MrPresident says:

    es sollte sofort eine Altersgrenze für BP und Politiker eingeführt werden. BP sollte direkt vom Volk gewählt werden, aufstellen darf sich jeder der sich in Anspruch nimmt ein Bürgerrechtler zu sein und mind. vorher ein Buch veröffentlicht hat und beim Springer Verlag unter Vertrag steht !Punkt aus!

  28. Anniek says:

    AUCH NICHT MEIN PRÄSIDENT!! und zwar noch nie. ich verstehe dieses land nicht. was ist in den köpfen von rot-grün ??? vor allem die verlogenheit der grünen ekelt mich sehr an. aber ich denke dass sich, glücklicherweise, wirklich widerstand vor allem vom netz ausgehend, entwickeln wird. und ich denke es wird sich zeigen, dass dieser mann das land spaltet. aber nationale einheit ist, mir persönlich, auch egal.

  29. As says:

    Wirklich guter Beitrag! Gauck wird uns als Heilsbringer verkauft, aber wenn man das hier so liest dann muss man sich ernsthafte Sorgen machen. Vor allem das Bild mit Maschmeyer sagt wirklich mehr als tausend Worte! Inspiriert von Christian Wulffs unglücklichem Drohanruf auf der Mailbox des Bild Chefredakteurs haben wir gestern eine Website gelaunched. Wir wollen Deine Meinung auf http://www.verpassteranruf.de – Deutschlands erster Bürgermailbox! Wir würden uns über einen Audiokommentar sehr freuen Mikael und natürlich von jedem der/die was zu sagen hat!

    Beste Grüße und weiter so!

  30. Karl Paul says:

    Fragen und Wertungen zu Gauck:

    1. Ist es wahr, dass Sie mit einer Frau zusammenleben aber noch verheiratet sind? Wenn ja, sind Sie moralisch unter Wulf, denn der hat wenigstens klare Verhältnisse geschaffen. Hinzu kommt, dass Sie als Kirchenmann die zehn Gebote nicht eingehalten haben. Genau so wenig glaubwürdig sind Sie wahrscheinlich auch bzgl. Ihrer sonst so scheinheilig vorgetragenen Moral.

    2. Ist es wahr, dass Sie Freiheit über alles stellen? Grenzt das nicht an Anarchie? Freiheit muss immer Einsicht in die Notwendigkeit bedeuten und letztere ist ein Prozess. Ihre diesbezüglich zur Schau gestellte Selbstherrlichkeit hat scheinbar nur einen sehr begrenzten theologischen Hintergrund. Weltliche Wissensgebiete ziehen Sie scheinbar nicht heran.

    3. Ist es wahr, dass Sie schon während der DDR-Zeit als Kirchenmann oder sogar privat in den Westen reisen durften? Solche Privilegien haben doch nur politisch zuverlässige Personen genossen. Oder war es etwa doch so, was sie in der Vergangenheit ja vehement bestritten haben und wofür Sie ja sogar einen Prozess gegen Herrn Diestel geführt haben sollen, dass Sie als Kirchenmann von den DDR-Behörden politisch bevorzugt behandelt wurden. Letzteres könnte ich, ohne den Einzelfall zu leugnen, vor Gericht beeiden. Nur deshalb konnten Sie sich vor der Wende als Widerstandskämpfer gerieren.

    4. Zu DDR-Zeiten haben ja die Partnergemeinden aus dem Westen fleißig Pakete an die DDR-Kirchengemeinden geschickt. Letztere wurden dann von den Pastoren und den Konsistorien aufgeteilt. Haben Sie Herr Gauck auch Ihre Gemeindemitglieder regelmäßig mit bedacht? Oder haben Sie vornehmlich Ihre Familie und Bekannte versorgt? Wenn letzteres stimmt, würde ich das als Vorteilsnahme im Amt bezeichnen. Dann wären Sie keinen Deut besser als Wulf, ja sogar noch schlimmer, denn der hat keine kleinen Leute betrogen.

    5. Haben Sie eigentlich in Ihrem Amt als Leiter der gleichnamigen Behörde dafür gesorgt, dass Unschuldige, die nur mal eine Unterschrift geleistet hatten, um z. B. die Stasi bei der Bekämpfung von Hakenkreuz-Schmierereien zu unterstützen, sonst aber jegliche Auskünfte, insbesondere über Personen, abgelehnt haben, aus der sogenannten “Täterliste” gestrichen werden. Wenn nicht, wäre nicht jetzt die beste Gelegenheit dazu, endlich den Rachefeldzug zu beenden ? Zumal es ohnehin nicht für einen lauteren Charakter spricht, wenn man Menschen, die schon am Boden liegen und winseln, bildlich gesprochen, mit den Stiefeln bearbeitet.

    6. Zu Gute halten muss man Ihnen, dass wusste ich bisher auch nicht, dass Sie familiäre Gründe für Ihren Hass auf die sogenannten Kommunisten haben. Ihr Vater wurde im Zuge von Säuberungen nach Sibirien deportiert. Die näheren Gründe sind mir aber nicht bekannt. Dazu sollten Sie vielleicht auch mal etwas sagen.
    Letztlich ist das aber auch ein Grund dafür, sie nicht als Bundespräsident zu wählen, denn Betroffene sollten nicht in solche Machtpositionen kommen, die sie u. U. zu einem Missbrauch des Amtes verleiten könnten.

  31. Michelbach says:

    Occupy-Gegner, Sarrazin-Verehrer, Kapitalist, Antisemit… bestimmt finden wir noch mehr Leichen in seinem Keller! Auf den Kontext bestimmter Äußerungen kommt es nicht an! Wenn er wirklich gesagt hat, dass staatliche Sozialleistungen nicht der Weisheit letzter Schluss ist, dann müssen wir diesen Gauck fertig machen!!!

  32. Andre Boine says:

    Vom Bundespräsidenten wird ja erwartet, dass er/sie (eine sie wäre übrigens auch mal Klasse gewesen) auch gesellschaftspolitisch relevante Themen besetzt.

    Mir kommt Herr Gauck jedoch eher so vor, als würde er nach 20 Jahren “Freiheit” immer noch himmelhochjauchzend auf eben dieser rumreiten. Ab und zu suhlt man sich in “fürchterlicher” Vergangenheit, die im übrigen privilegiert war. Weiter geht’s für ihn nicht mehr, Grundlegendes ist seiner Ansicht nach nicht zu ändern. Das Ende der Fahnenstange ist für ihn mit dieser Gesellschaft tatsächlich erreicht, eine Weiterentwicklung ist nicht vorgesehen.

    Neues kommt da – glaube ich – nicht mehr. Mal sehen, was wird.

  33. Andreas says:

    Wie kann man nur so verblendet, ideologisch verbohrt und emotional verkümmert sein, um die Gründe, die hier zurecht GEGEN Gauck angeführt werden, umzudeuten in Gründe, die für ihn sprechen. Meine Güte, was sind hier doch antidemokratische Subjekte unterwegs. Jemand hier erwähnte die Sehnsucht nach einem “starken Mann”. Das muss es wohl sein und das sagt einiges aus über den unreifen Charakter derer, die sich einen solchen starken Mann, quasi eine Vaterfigur, wünschen. Was allerdings zu einem interessanten Wiederspruch führt: der Gauck redet von der Freiheit und von Eigenverantwortung und seine Anhänger wünschen sich jemanden, der sie bei der Hand nimmt. Wenn das mal nicht zu einem inneren Konflikt führt …

  34. merdeux says:

    Gauck macht mir mehr Sorgen als Wulff. Er ist mir unheimlich. Seine Äusserungen gegen die Occupy-Bewegung, zu Stuttgart21, Verständnis für Thilo Sarrazin etc. lassen nichts Gutes ahnen. Er ist mir zu einseitig und zu industrienah und ein Relegionsvertreter.

  35. threec says:

    genau! jetzt zahlen wir halt jährlich den ehrensold für wulff und für gauck halt auch noch! Deutschland scheint zu viel geld zu haben und die die es nicht zusammentragen schmeißen es mit beiden händen aus dem fenster

  36. Reinhild says:

    ….das darf doch nicht wahr sein…..mit 72 Jahren (also eine andere Generation als die, die hier den Wirtschaft ankurbeln)..die Politiker total überaltert in Deutschland soll wohl die Realität verschleiern, dass hier Akademiker über 45 fast keinen Job im 1. Arbeitsmarkt mehr finden und die Arbeitsplätze mit der “Anderen Generation belegt” wird. Wollen wir nach 6 Monaten wieder wählen gehen?
    Ich fühle mich hier völlig verarscht!

  37. Hans-Juergen Herrmann says:

    Verantwortung ? wer für was ? der arbeitslose für seine Arbeitslosigkeit, jeder für sich selbst ? fREIHEIT ? (wirlieben dann unser Land oder nicht ?)

  38. Tharben says:

    Ich war froh, dass es 2010 nicht Gauck wurde. Klar, Wluff konnte nie ein guter Präsident werden, aber den kleinen Ichling konnte man prima nicht ernstnehmen, ganz im Gegensatz zu Gauck. Jetzt haben wir den Salat.

    Joachim Gauck ist nicht mein Präsident.

  39. Rob Hansson says:

    Die Wut derer, die in ihrer obrigkeitsstaatlichen Attitüde dem neuen Präsidenten zujubeln und jeden Fleck auf der ach so weißen Weste des “Bürgerpräsidenten der Herzen” wegwischen wollen, macht mir mehr Sorge als der Präsident selbst. Der hat nämlich keine faktische politische Macht.

    Jedoch versinnbildlichen die Gauck-Fans, die hier kommentieren und den Autoren beschimpfen, jenen Mainstream, der auch für belegte Argumente nicht zugänglich ist, wenn ihr König in die Kritik gerät. Was nicht sein soll, darf auch nicht sein.

    Wer Kritik übt, wird von dieser radikalisierten Mitte, die geführt werden will vom Genius weis(s)er Männer, mit plumpen Rechts-Links-Gleichsetzungen beworfen.

    Das ist politische Auseinandersetzung auf niedrigstem Niveau. Aber wen wundert das, wenn Gauck als Präsident nicht nur in den klassischen Maintreammedien, sondern auch von rechten Publikationen wie Junge Freiheit oder bei PI-News und deren Lesern freudig empfangen wird. Zeige mir deine Freunde, und ich sage Dir, wer Du bist.

  40. edvins says:

    @ Michelbach “…dann müssen wir diesen Gauck fertig machen!!!”

    Mir wird wirklich übel!
    Oder dürfen hier auch pubertierende ihren Mist abladen?!

  41. John F. Nebel says:

    Hier darf jede/r kommentieren, auch wenn die Redaktion manche Kommentare hier für schlimm hält.

  42. Jansen says:

    Gauck (72) wurde von NSDAP-Eltern (Mitgliedschaft Mutter seit 1932, Vater seit 1934) sozialisiert. Sein Vater wurde nach englischer Kriegsgefangenschaft 1951 in der DDR von den sowjetischen Besatzern wegen Spionageverdachts und antikommunistischer Hetze 1951 verhaftet, zu 2x 35 Jahren Gulag verurteilt und nach Sibirien in ein Arbeitslager verbracht. Erst nach dem Besuch Adenauers in Moskau 1955 wurde er wieder freigelassen. Gauck ist wahrscheinlich daher von Hause aus bekennender Antikommunist und war nicht wie die Kreissekretärin für Ideologie der Akademie der Wissenschaften der DDR Merkel in der FDJ der DDR. Nach der Schule – er durfte sogar Abitur in der DDR machen- strebte er keine staatliche, sondern eine kirchliche Ausbildung als Pastor zur Argumentsammlung gegen den Marxismus-Kommunismus an, die ihn danach ab 1965 in Mecklenburg ganz oben auf das Treppchen der protestantischen Kirchenhierarchie beförderte. Mit der lokalen Opposition war er in den 80gern/90ern nicht in Kontakt. So stand er aber erst ab 1974 unter Stasi-Beobachtung (“Larve”) mit der Einschätzung “unbelehrbarer Antikommunist”. Warum Gauck medial zum Bürgerrechtler stilisiert wurde, erschließt sich nicht aus seinen tatsächlichen Handlungen.

    Nach dem Kirchentag 1988 (unter Teilnahme Helmut Schmidts) nahm die Stasi mit ihm direkten Kontakt auf, wonach 1988 seine Observation wegen Gaucks Haltungsänderung zum MfS eingestellt wurde. Er war nach eigener Aussage angeblich mit 9 Jahren (1949) schon vom Unrecht des Sozialismus überzeugt, wie Lenin angeblich mit 14 vom Gegenteil. Über das von der Stasi geleitete Neue Forum in die Volkskammer gelangt (dito Merkel über den Demokratischen Aufbruch), war er nahc dem DDR-Beitritt quotenmäßig 3 Tage Bundestagabgeordneter, danach durch von Weizsäcker (BP) und Kohl (BK) Sonderbeaufrager der Bundesregierung für die Stasiunterlagen, deren Sicherung udn Archivierung noch von der DDR-Modrow-Regierung begonnen wurde. Gauck bestritt Privilegien vom DDR-Regime genutzt zu haben, obwohl er als Regimegegner Abitur machen durfte, Westreisen machen konnte, drei seiner 4 Kinder 1980 in die Bundesregierung ausreisen durften und sein Gesprächsverhalten mit dem MfS seine Observation beendete. Einen Rechtstreit darüber mit Diestel, letzter Innenminister der DDR, wo Stasimitarbeiter und SED-Funktionäre darüber gegen Gauck aussagen wollten, beendete er nicht per Urteil, sondern mit einem Vergleich. Gauck nahm als Behördenleiter selbst unbeaufsichtigt Einsicht in seine Stasi-Akten vor, was eigentlich unzulässig ist, aber durch die ihn berufende und kontrollierende Bundesregierung folgenlos blieb.

    Gauck gehört keiner Partei an, erklärte aber er sei weder rot noch grün, nur er selbst. Seit 1991 Jahren lebt er getrennt von seiner Frau, ist ungeschieden und lebt seit 2000 mit seiner Lebenpartnerin der 20 Jahre jüngeren Journalistin Daniela Schadt, derzeit Leiterin Ressort Innenpolitik der Nürnberger Zeitung und wahrscheinlich der künftigen und ersten ehelosen First Lady der Bundesrepublik Deutschland zusammen.

    Neben antikommunistischen (antisowjetischen, antistalinistischen) Publikationen und der Bearbeitung des Stasiarchivs mit ca. 60 ehemaligen MfS-Angehörigen hat Gauck eher nichts gezeigt. Zwar war er für den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik und für ein Verbleiben der Bürger in der DDR nach der Maueröffnung, doch waren diese Messen bereits gesungen. Und das stasigeführte Neue Forum, das wohl unter US-Unterwanderung die Berliner Stasizentrale stürmte, war kein langjähriger Hort der Wahrer der DDR-Bürger-Rechte, sondern bei Lichte eine recht kurzlebige Protestveranstaltung. Auch die Arbeit als Archivar eines untergegangenen Regimes hätte fast jeder andere technisch auch machen können. Die Qualifikation als Theologe ist dafür nicht notwendig, wie seine Nachfolger zeigen. Dass der britische Independent ihn zur “deutschen Antwort auf Nelson Mandela” stilisierte, scheint den Vergleich nicht standzuhalten. Mandela saß 20 Jahre im Gefängnis, ohne Reisefreiheit. Zudem erhielt er verdient den Friedensnobelpreis. Gauck nicht, sondern nur Offizierskreuze der Bundesrepublik – als Archivar des Antikommunismus und sein abrechnender Rhetoriker. In der heutigen Krisenzeit erscheint er unbedarft in Wirtschaft ud Finanzen, was aber den Hauptteil der vom Bundespräsidenten auf Verfassungskonformität zu prüfenden und zu unterzeichnenden Gesetze ausmacht. Gauck ist nun nach der Fehlbesetzung Wulff zweite von der FDP erzwungene Wahl Merkels. Man darf gespannt sein, was er bis zu seinem 77. Lebensjahr dem deutschen Volk über gewaltige Krisen, Wohlstandverteilung, Ungleichgewichte, deutsche Kriege und irdische Gerechtigkeit predigen wird.

  43. Peter Kash says:

    Mhm… danke für die schöne Zusammenfassung … also, was ich bisher nicht wusste: Gauck ist genau mein Präsident !… endlich ein wirklicher Querdenker

    Bis dann, Pedder

  44. Paul says:

    Peinlich, wie Ihr Metronaten schreibt.

    Ihr könntet wenigstens korrekt zitieren. Ach ne, ihr müsst Zitate ja zugunsten eurer billigen, polemischen Meinungsmache aus dem Zusammenhang reißen, um Leser zu manipulieren.

    Beispiel: “Wiederrum mit Informationsfreiheit, Transparenz und Whistleblowing hat es Gauck nicht so.” Wenn man mal auf den Link klickt und sich die Mühe macht, Gaucks Zitat vollständig zu lesen, wird man schnell vom Gegenteil überzeugt, bzw. relativiert sich das Bild zumindest deutlich.

    Wer, wie ihr, derartig verschleiert, darf niemandem fehlendes Engagement für Transparenz vorwerfen.

  45. Wenn man meinen Beitrag gründlich liest, wird man feststellen, dass es mir nicht um die Bewertung der Person Gauck und seine Gesinnung geht, sondern um die verzerrte und verkürzte mediale Darstellung zu seiner Person. Ich habe bewusst nur Dinge herausgegriffen, die ich persönlich nachrecherchiert habe. Auch habe ich im Beitrag mehrmals erwähnt, dass ich seine Aussagen nicht unbedingt teile, sondern dass es um die Form der Berichte geht. Das bitte ich nicht durcheinander zu würfeln, sonst gerate ich auch noch in den zum Teil befremdlichen Verdachtssog ein neoliberalererzkonservativersarrazinfreund zu sein.

  46. Michael Schuster says:

    Es möge berücksichtigt werden dass “Solidarität, Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung des weltweiten Turbo-Kapitalismus” keine definierten Ziele der Bundesrepublik sind und auch die aus Artikel 20 GG abgeleitete soziale Gerechtigkeit weitestgehend mit existenzsichernder Teilhabe abgegolten ist-Hartz IV ist da sicher keine Ideallösung, aber zumindest ganz dicht an den Anforderungen dran. Auch die Liebe zum Kommunismus ist im Grundgesetz so nicht definiert.

    Umso absurder erscheint die hier vielfach propagierte Erwartung, dass der neue Bundespräsident solche Werte zu repräsentieren habe. Gesucht wird nicht der/die Nachfolgerin von Mutter Theresa, sondern von Christian Wulff. Und ich glaube, dass J. Gauck diese Nachfolge ohne weiteres antreten kann und im Erbe der Vorgänger von Wulff auch im Gegensatz zu diesem ein würdiger Bundespräsident werden wird.

    Gauck hatte und hat den Mut zu einer eigenen Meinung und dass die nicht jedem passt ist doch kein Problem. Im Gegenteil, seine Meinungen befeuern ja gerade Dialoge und regen im besten Fall zum Nachdenken an – WikiLeaks bspw. basiert vielfach auf gestohlenem Material und hier sollte doch zumindest die Frage erlaubt sein, ob der Zweck jedes Mittel heiligt. Und es mag doch erlaubt sein, die Occupy-Bewegung lächerlich zu finden. Leute, die gegen die Finanzindustrie demonstrieren gehen und hinterrücks über ihre Riesterbeiträge (meinetwegen auch unbewusst) die Hedgefonds finanzieren-das ist im Grunde lächerlich.

    Für mich ist’s eine Freude wenn Gauck es wird.

    Aber es ist schon gut, sich über irgendwas aufzuregen, irgendwie, ein Stück weit. S21 gibts ja nun (mehrheitsgetragen) nicht mehr…

  47. Sven says:

    Hoppla, Zitate-Ansammlung von Gauck die 1.123.281te. Ich empfehle, das hier falls noch nicht gelesen. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,816601,00.html

    Und eins noch: Dieses ganze selbstreferentielle Gebashe im Netz geht mir so auf den Keks. Der Gauck muss auch der Präsident von meiner Omma sein und nicht nur einer für die Netzgemeinde. Ich war zwei Tage bei Occupy-Frankfurt und bin enttäuscht wieder abgereist aus genau den Gründen, die Gauck beschreibt. Weil dort zu einem nicht unerheblichen Teil, ein Haufen alternativer Sozialromantiker weedrauchend einen auf Woodstock macht. Die Diskussionen haben mich an den Ethik-Unterricht erinnert, wo man mit irgendeinem Gelaber eine gute mündlichen Note bekommen hat, egal ob man bis 3 zählen kann oder nicht. Mein Beileid an die Handvoll guter Leute, die sich dort noch weiter engagieren, aber es hängen dort einfach zu viele Trottel ab. Ich kann gut verstehen, wenn Leute die Occupy-Bewegung befremdlich finden. Gauck muss auch ein Präsident sein, die sich für ein für uns normales, spießiges Leben entschieden haben. Ich bin sicher, dass er sich in Zukunft auch positiv zu Dingen äußern wird, die die Mehrheitsmeinung im Netz auch gut finden wird.

  48. anriba says:

    Ich verstehe die Aufregung nur bedingt: wie die Besetzung der Präsidentenstelle der letzten Jahre unter Beweis stellt, geht es hier lediglich um eine namentlich nicht ganz unbekannte Persönlichkeit, die im (maßgeschneiderten) Anzug nicht ganz schlecht aussieht, sich bei Dinners benehmen und fremdverfasste Reden vorlesen kann. Der Kandidat sollte allerdings über einen (strafrechtlich) unbelasteten Werdegang verfügen und möglichst auch nicht bedenkliche Leichen im Keller haben, deren Aufschwemmen in aller Regel zwar noch die Presse, aber längst nicht mehr die Bürger verwundert. Die Position des Bundespräsidenten ist zu der eines “Frühstücksdirektors” verkommen. Für die Wahrnehmung ihm tatsächlich obliegender Aufgaben stehen Expertenteams zur Verfügung und führen sein Händchen – auch an Dinge, die eher mit juristischem denn theologischem Vorwissen zu bewältigen sind.
    Vor diesem Hintergrund ist es verhältnismäßig egal, über welches Wissen, welche Einstellung und welche Gesinnung der Kandidat verfügt. Man wird schon darauf achten, dass er sich nicht “daneben” benimmt.
    Das “Ansehen des Amtes” ist daher ohnehin relativierbar – und wurde von der aktuellen Auswahl als auch dem Kandidaten schon vorab weiter beschädigt: Statt den “Ätschi-Bätschi-Gesichtern” auf der einen und der “ich habe eine Kröte verschluckt”-Kanzlerin auf der anderen Seite ein “das könnt Ihr auch besser” zu geben und den Raum der Pressekonferenz bis dahin zu verlassen, benahm sich Herr G. wie ein beliebiger Kandidat von “DSDS” – “Hurrah, ich bin im Recall!”
    Ein “Danke” an Mama & Papa hat mir hier gerade noch gefehlt.
    Das ist bedauerlich, aber der Job ist ja auch nicht schlecht bezahlt und das Wohnumfeld kann als “gehoben” bezeichnet werden.

    Ein repräsentativer Job – der repräsentiert, wie es in dieser Gesellschaft zugeht.

  49. Gärtner says:

    Was soll hier noch Für oder Wider, die Messen sind gesungen. Wenn aber die Jourmaille mal wieder ganz oben jemanden abschiessen will, ist dieser Gauck dafür sehr geeignet, also ist man für ihn. Das “Volk”, das ihn kennt und auch seine Reden gehört hat, wohnt in Rostock und ist zu fast 70 % gegen ihn, wie eine Umfrage in der dortigen Ostsee-Zeitung ergab. Trotzdem wird Gauck dort Ehrenbürger werden und von der dortigen Uni den Dr. h. c. bekommen. Was will er, neben den lebenslangen fetten Einkünften, denn noch mehr?

  50. Adam Lauks says:

    ER kann nicht Präsident der STASI-Opfer und Regime-Opfer der DDR sein.
    OFFIZIELLE GRÜNDE sind hier : http://www.wikileaks.org/wiki/Stasi-in-bstu.pdf
    Seine STASI-Akte soll angeblich nach der Einsichtnahme verschwunden sein. Für die Belange der Opfer hatte er in der DDR nicht viel übrig sonst hätte er sich vor 17 Millionen nicht als Kandidat aufstellen lassen Es ist nicht NUR der Widerstand der Linken.. WIR waren auch das Volk und geben ihm KEINE Stimme!!!

  51. Martha says:

    Gaucks eigene Rolle im DDR-Regime wurde auf sein eigenes Betreiben hin niemals aufgeklärt – nicht koscher. Mir ist er höchst suspekt. Ich halte ihn für einen Mitläufer und Laberer mit äußerst eingeschränktem Horizont und Doppelmoral. IMHO versteht er auch sein eigenes Geschäft, seine Religion nicht. Aber darüber lässt sich ja immer trefflich streiten … Insgesamt ist er absolut NICHT mein Kandidat, weder im Kopf, noch im Herzen, wie ja immer unterstellt wird. Schmalspur-Prediger brauchen wir nun wirklich nicht.

  52. AnneP says:

    Herr Gauck hat keinen Stolz und keinen Charakter. Die CDU und vor allem Fr. Merkel wollten Gauck vor 2 Jahren nicht und bis spät an dem Abend, als Gauch von FDP als Kandidat präsentiert wurde.

    Herr Gauck sieht für meine Begriffe nur das Geld incl. den künftigen “Ehrensold”, ansonsten hätte er abgelehnt.

    Denen, die ihn eigentlich nicht wollten, kriecht er jetzt in den A…popo.

    Ich verachte ihn aufs schärfste.Er ist ein Wendehals, sprang auf die Bürgerbewegung der DDR auf als keine Gefahr mehr bestand. Zuvor genoß er gewisse Privilegien. Das sollte er nicht leugnen.

  53. Hartmut Slomski says:

    Da zeigt es sich doch wieder: dieser Dreckstaat braucht dringend einen [******** zensiert]! Dieser Dreckstaat gehört schleunigst in [******* zensiert] gelegt!
    Dieser Dreckstaat braucht [******* zensiert]!
    Wer HartzIV rechtfertigt oder gar unterstützt, hat den [******* zensiert] verdient!

    Anmerkung der Redaktion: Wir machen das ja echt ungerne mit der Zensur, aber Aufrufe zu Straftaten und Gewalt müssen wir zensieren, damit wir uns nicht selbst strafbar hier machen.

  54. Peter says:

    Herr Gauck ist zunächst einmal ein Präsident von BILD´s Gnaden. Ihn als Freiheitsstatue darzustellen, als Präsident der Herzen, als Bürgerrechtler (der er nie war), als Liebling aller Deutschen…spottet jeder Beschreibung.
    Das Revolverblatt als Präsidenten-Absäger und Präsidenten-Macher: Da muss die Bundesversammlung nur noch Stimmvieh spielen.
    Gewählt wird ein geschickter Redner, ein Dampfplauderer mit einem Thema: Freiheit. Das ist einfach zu dünn. Allgemeinplätze – mehr nicht. Jezt verdient halt er statt Wulff. Das wars.

  55. Hartmut Slomski says:

    Egal, ob Hartz, Schröder, Merkel, Gauck, oder wer auch immer: Alle Pro-HartzIV-Dreckschweine gehören abgeknallt. Nur ein toter HartzIV-Befürworter ist einguter HartzIV-Befürworter. Dieser Dreckstaat braucht einen Bürgerkrieg! Dieser Dreckstaat muss brennen und in Blut ertrinken!

  56. Doro says:

    Alter DDR Witz:Was ist ein Schnitz? Antwort:Die Zeit um nach dem Film das Fernsehprogramm umzuschalten, wenn Karl Eduard von Schniztler seine Propagandasendung beginnt.Genausoschnell schalte ich heute ab, wenn Herr Gauck spricht, er ist nicht auszuhalten, weil alles falsch an ihm ist, sagt mir mein Gefühl und mit dem stimmt`s.

  57. Peter Meyerhoff says:

    Die größten Schweine aller Zeiten heißen Hartz, Schröder, Gauck und Merkel!
    [Anmerkung der Redaktion: wir haben hier ein paar unsägliche Hitlervergleiche rausgelöscht und empfehlen dem Kommentator, mit dem Denken anzufangen]

  58. Tanja Bestehorn says:

    Peter Meyerhoff hat doch völlig Recht! Die größten Schweine aller Zeiten sind doch eindeutig Hartz, Schröder und Merkel! Da werden doch wohl alle Hartz-IV-Opfer zustimmen! Die sind zwar arm, aber nicht blöd! Die können denken!

  59. Lupus Harengus says:

    Die meisten Deutschen sind doch tatsächlich obrigkeitshörige Arschlöcher. Oder warum wehren sie sich denn nicht gegen Hartz IV und andere Schweinereien! Weil in diesem Drecksstaat permanente Gehirnwäsche betrieben wird! Und weil die meisten Deutschen so blöd sind sich davon beeinflussen zu lassen! Wenn Arbeitslose gegen Hartz IV aufmucken, dann werden sie von den Jobcentern in irgendwelche Maßnahmen gesteckt, die angeblich dazu dienen sollen, sie wieder in Arbeit zu bringen. Tatsächlich aber geht es darum sie psychologisch zu beeinflussen, sie mit einer Abart des Stockholm-Syndroms zu infizieren! Anschließend sind die meisten danach so blöd zu glauben und zu behaupten dieser Drecksstaat wäre ein Rechtsstaat, sogar ein Sozialstaat! Dies soll die tatsächliche Aufgabe der beauftragten Maßnahmeträger sein. Und wenn es denen nicht gelingt genügend Erfolge vorzuweisen, dann werden die dort Beschäftigten entlassen, wenn das nichts bringt, erhalten die Maßnahmeträger keine neuen Aufträge, müssen Niederlassungen schließen, gehen sogar pleite.
    Dieser Drecksstaat braucht wirklich endlich einen Bürgerkrieg! Nur durch Gewalt ändert sich etwas! Erst wenn es Tote gibt, wird sich endlich etwas ändern. Dieser Drecksstaat braucht dringend Terroranschläge, Attentate, Amokläufe!

  60. Sylvie Moineau says:

    Das stimmt vollkommen, was Lupus Harengus hier schreibt! Bei den von den Jobcentern verordneten Maßnahmen geht es einzig und allein um Gehirnwäsche! Es geht überhaupt nicht daraum, die Leute in Arbeit zu bringen. Im Gegenteil: Sie werden sogar gezwungen ihre Bewerbungen bei den Maßnahmeträgern einzureichen, sie von dort weiterleiten zu lassen. Aber die Bewerbungen werden dann nicht weitergeleitet, sondern von den Jobcentern unterschlagen! Damit die Hartz-IV-Opfer weiterhin in den Maßnahmen bleiben. Damit mehr Zeit für die Gehirnwäsche vorhanden ist!

  61. Helmut Priebe says:

    [Anmerkung der Redaktion: Kommentar gelöscht. Aber Hut ab, soviel Strafbares in nur 3 wütenden Sätzen, das muss man erstmal schaffen.]

  62. Tabea Jueg says:

    Nanu! Waren Lupus Harengus und Sylvie Moineau mal als Lehrkräfte bei der GSM in Rotenburg (Wümme) und sind jetzt verärgert, dass sie gefeuert wurden und dere Laden inzwischen dichtgemacht wurde? Ich habe nämlich darüber gelesen, dass dort solche Sachen passiert sind. Dass die Teilnehmer ihre Bewerbungen von der GSM verschicken lassen mussten. Und dass Bewerbungen dann vorsätzlich auf Veranlassung des Jobcenters des Landkreises unterschlagen wurden. Dass die Teilnehmer alle einer Gehirnwäsche unterzogen werden sollten, aber dies nicht bei allen funktionierte. Und dass seitens des Jobcenters den GSM-Mitarbeitern dafür die Schuld zugewiesen wurde.

  63. Herbert Rosebrock says:

    Es ist doch scheißegal wer in diesem Drecksstaat Bundespräsident, Bundeskanzler oder was auch immer ist! Es ist doch scheißegal, welche Partei gerade in welcher Koalition an der macht ist! Das ist doch alles korruptes Gesochse! [Anmerkung der Redaktion: Wir haben hier zwei Sätze weglöschen müssen. Bitte lasst doch strafbare Äußerungen weg, dann müssen wir auch nicht hier immer Sachen weglöschen.]

  64. Rainer Dieks says:

    Wieso strafbare Äußerungen? Es handelt sich doch um das Recht auf freie Meinungsäußerung. Und es handelt sich hier um eineprivate Kommunikation. Und in einer solchen darf alles gesagt werden! Offenbar wollen die Bürokratenärsche Euch Angst machen indem sie behaupten, eshandle sich um öffentliche Aufforderungenund dergleichen. Doch dem ist überhaupt sicht so. Alles washiergesagt wird ist genauso wie in einem privaten Gespräch bei irgendjemand in der Wohnung. Dort ist doch auch nichts eine strafbare Äußerung nur weil irgendwelche Denunzianten einen Lausangriff gestartet und mitgehört haben.

    • John F. Nebel says:

      Da stand noch mehr drunter, was weggelöscht werden musste. Wir haben einfach keinen Bock, hier irgendwelche Aufrufe zu Straftaten stehen zu haben.

      Im Endeffekt haften dann auch noch wir dafür, dass irgendwelche Idioten ihre Wut über die Politik nicht anders kanalisieren können. Das ist eben keine private Kommunikation, wenn es hier im Netz auf unseren Servern steht.

  65. Fatima M. says:

    Deutschland liegt nicht am Arsch der Welt! Deutschland ist der Arsch der Welt!
    Deutsche Politiker, deutsche Beamte, deutsche Polizisten und deutsche Richter gehören nicht zur Spezies Homo sapiens. Sie gehören auch nicht zur Spezies Homo erectus! Sie gehören zur Spezies Anus erectus!

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