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Was ist das für ein Land?

Was ist das für ein Land, in dem Menschen, die aus politischen, wirtschaftlichen oder welchen Gründen auch immer geflohen sind, für Ewigkeiten in Sammellagern untergebracht sind?

Was ist das für ein Land, in dem Geflüchtete Freunde und Bekannte nicht besuchen können, weil sie den Landkreis ihres Lagers nicht verlassen dürfen?

Was ist das für ein Land, in dem Geflüchteten der Kontakt zur Bevölkerung unmöglich gemacht wird, weil sie nicht arbeiten dürfen?

Was ist das für ein Land, in dem Geflüchtete nicht selbst wählen können, wo sie leben wollen?

Was ist das für ein Land, in dem Geflüchtete Essenspakete bekommen und ihre Nahrung nicht selbst auswählen können?

Was ist das für ein Land, in dem Geflüchtete nicht von Anfang an Sprachkurse belegen können?

Was ist das für ein Land, in dem Geflüchtete jahrelang in Ungewissheit warten müssen, bis ihr Verfahren bearbeitet wird?

Was ist das für ein Land, das hier geborenen Kindern von Geflüchteten nicht die Staatsbürgerschaft gibt?

Es ist das Land, in dem Polizisten frierenden hungerstreikenden Menschen bei Minusgraden Decken und Isomatten wegnehmen.

Alle Bilder CC-BY-SA Metronaut.de

geschrieben von: John F. Nebel

John F. Nebel ist Blogger, Podcaster und Journalist. Bei Metronaut sind seine Themen Soziale Bewegungen, Grundrechte, Freiheit, Überwachung, Netzpolitik, Aktivismus, Public Relations und alles andere, was ihn gerade interessiert.

8 Kommentare

  1. Hubertus says:

    Das Land könnte Australien sein. Dort wo Asylauffangstationen mitten im Outback stehen und eine flucht unmöglich erscheint.

  2. rudibee says:

    warum sehe ich von 3 Kommentaren nur einen?

  3. Martin says:

    es ist ein Land der Unmenschen. Ok, nicht alle, Du nicht, ich nicht und viele andere auch nicht, aber ein großer Teil, vor allen in den Machtzentralen.

  4. John F. Nebel says:

    Weil die anderen “Kommentare” Trackbacks sind.

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