Politiker der Linken in TV-Nachrichten unterrepräsentiert

Es hat wenig mit Medienschelte zu tun, wenn man mal die Präsenzen von Politikern in TV-Sendungen durchzählt. Das macht zum Beispiel das Institut für empirische Medienforschung IFEM und fasst diese Ergebnisse in einem monatlichen “TV-Monitor” zusammen.

Die Bund-Länder-Koordination der Linkspartei hat jetzt die Ergebnisse der quantitativen Studie vom Oktober 2012 gegen die Wahlergebnisse der letzten Bundestagswahl gestellt:

Auffällig ist nicht nur, dass Politiker von CDU und CSU deutlich überrepräsentiert sind, sondern auch die der Linkspartei extrem unterrepräsentiert. Kritiker würden jetzt sicherlich behaupten, dass dies nicht repräsentativ sei. Das mag sein, aber ich vermute mal, dass es in den anderen Monaten nicht viel anders aussah.

Schaubild: Bund-Länder-Koordination DIE LINKE

Update: Wurden über Twitter darauf hingewiesen, dass die Piraten bei der Bundestagswahl 2,0% hatten. Das war in der Grafik falsch dargestellt und ist jetzt ausgetauscht.

geschrieben von: Mikael in den Fahrt

Der 1972 im niederländischen Groningen geborene Mikael in den Fahrt will die “bourgeoise Monotonie von Metronaut von allen Seiten aufbohren”. Seit 2010 schreibt der gelernte Volkswirt sporadisch für Metronaut.

6 Kommentare

  1. Q_____Q says:

    Und das obwohl(weil?) die Linke in letzter Zeit immer wieder mit interessanten Dingen am Start ist. Zum Beispiel diese kleine Anfrage (hatte fefe mal gebracht), ob und inwieweit diese Aussteigerhilfe aus der linken Szene (allein das zu schreiben ist ein einziger riesiger Facepalm) der Bundesregierungen auch nur ansatzweise eine Daseinsberechtigung hat (nö). Oder – wie hier zu lesen – die Tipps gegen die elektronische Gesundheitskarte oder wie der Quatsch nochmal heißt.

  2. Volker Birk says:

    Die Linke wird totgeschwiegen.

    Das ist besonders deshalb übel, weil sie die einzige noch verbliebene Partei ist, die nicht der neoliberalen Ideologie verfallen ist.

    Die beiden Vizekanzler-Kandidaten Steinbrück und Göring-Eckardt alleine zeigen doch sehr deutlich, dass es keine andere Partei mehr gibt, über die man das sagen kann.

  3. Sich auf die wichtigsten Kernthemen zu konzentrien ist das Gebot der Stunde. Das Ansehen der Partei die Linke war 2005 und und vor allen Dingen 2009 deutlich besser.
    Schlaftabletten helfen da nicht. Leise Stimmen hört man schlecht und Leidenschaft kann Menschen begeistern.

  4. A.Bundy says:

    Hier scheinen einige eine äußerst merkwürdige Vorstellung von der dreimal gewendeten SED, z. Z. genannt “Die Linke”, zu haben.
    Muß sich um “Wessies” handeln. LOL

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