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Neue Motive der (zensiert): “Offener Umgang mit Vergangenheit”

Warum hier überall “zensiert” steht, erfahrt ihr hier. Mittlerweile sind die Motive wieder online.

Am Donnerstagabend stellte die zensiert in der Berlin-Zentrale der zensiert neue Plakat-Motive für die Bewerbung der Hauptstadt um die Olympischen Spiele 2024 vor.

Für Erstaunen sorgte bei den anwesenden Journalisten, dass sich die Motive allesamt bei der Bildwelt der Olympischen Spiele von 1936 bedienen. Die jetzt präsentierten Plakate sollen im März berlinweit auf mehr als 4000 Großflächen zu sehen sein.

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Ein Sprecher der zensiert, erklärte auf die zahlreichen Nachfragen:

Berlin hat als Stadt die Kraft, begeisternde Spiele zu organisieren. Berlin hat die Kraft, einen offenen Umgang mit der Vergangenheit zu pflegen. Berlin hat die Kraft, die Vergangenheit mit der Zukunft zu verbinden.

Auf Nachfrage, warum die Kampagne genau jene Motive gewählt habe, sagte der zensiert weiter:

Wir möchten die Diskussion über die Vergangenheit der Olympischen Spiele ganz zu Anfang führen und dann in einem zweiten Schritt zeigen, wie gut die Spiele zur Stadt, zu den Menschen und zur Olympischen Bewegung passen: modern und mobilisierend, mit Esprit und Freude, zum Anfassen und Erleben.

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Mittlerweile hätten tausende Berliner auf der Kampagnenseite ein positives Statement für das “neue Sommermärchen” abgegeben. Die Unterstützung in der Bevölkerung wachse von Tag zu Tag. Ein vernünftiger Umgang mit der Vergangenheit, sei deshalb im Vorfeld unerlässlich. Der zensiert sagte am Rande auch, dass die Spiele von 1936 nicht nur schlechte Seiten gehabt hätten:

Berlin war damals ein Magnet für Menschen überall auf der Welt – und gab der Sehnsucht nach Olympia einen realen Ort.

geschrieben von: John F. Nebel

John F. Nebel ist Blogger, Podcaster und Journalist. Bei Metronaut sind seine Themen Soziale Bewegungen, Grundrechte, Freiheit, Überwachung, Netzpolitik, Aktivismus, Public Relations und alles andere, was ihn gerade interessiert.

74 Kommentare

  1. Rüdiger G. says:

    Das ist so eine Unverschämtheit, diese Olympiade darf nicht in Berlin stattfinden. Das setzt dem Milliardengrab Olympia die Krone auf.

    • Harald Himmel says:

      Warum eigentlich nicht? Wegen historischer Bedenklichkeit? Hitler hasste Berlin und die dortige “Lotterleben-Mentalität”. Deshalb wollte er es auch dem Erdboden gleichmachen und sein Germania drüber bauen. Naja, zumindest ersteres hat er irgendwie geschafft, ne?

      Nicht dass mich irgendwelche korrupten Vergabegremien reizen würden aber Berlin wäre mir immernoch lieber, als zB die letzte WM in Brasilien, wo für diese Veranstaltung mal eben hunderttausende aus ihren Slums vertrieben wurden oder dass irgendein Unrechtsstaat damit Werbung machen könnte.

  2. rob says:

    Seltsam das alles. Erscheint es nur mir unpassend dass die Spiele genau 88 Jahre nach denen von damals stattfinden würden? Oder versteht man das nur wenn man aus Brandenburg kommt?

    • maed says:

      das sehen nur brandenburger :D

    • Pit says:

      He, werd mal nicht ausfallend ;-) . Hier in Nordhessen laufen wenigstens genausoviele 88 Versteher rum. Lasst Euch nur nicht einreden das nur Ihr mit diesen Gesindel belastet seid.

    • LuLu says:

      Und 18 nach der Fußball WM,

    • Ein Reini says:

      Ist schon lustig, wo überall Verschwörungstheorien gesehen werden, gehört nun auch schon die 88 dazu? Gilt die 88 in Zukunft als geächtete Zahl? Dürfen unsere Kinder in der Schule künftig nur noch bis 87 rechnen – auf solche Ideen kommen auch nur Leute, die selbst nicht mal bis 3 zählen können und daher auch nicht verstehen, wenn einer sagt: “Jetzt hats aber 3 geschlagen!”

      • rob says:

        Ich fürchte da hast du was falsch verstanden. Google mal nach “88” und “Rechte Szene”. Evtl. verstehst du dann auch was mein Hinweis mit Brandenburg bedeuten sollte. Da gehört dass zu Jugendbildung wenn man überleben möchte ;-)

        • Ein Reini says:

          Ich weiß durchaus, dass das “H” als achter Buchstabe im Alphabet steht und somit die 88 als Synonym für “Heil Überflüssiger” steht, aber nichts desto trotz erscheint es mir heftigst an den Haaren herbei gezogen, dass es gezielt ist, die Olympischen Spiele nun genau 88 Jahre nach 1936 nach Berlin zu holen.
          Da muss man doch schon sehr tief Antifa-verseucht sein, hier einen Zusammenhang zu sehen – vermutlich hat es das Dolferl damals schon so geplant – wer weiß, vielleicht ist sogar seine Wiederauferstehung für diesen Tag eingeplant…wie bekloppt muss man eigentlich sein, sich so einen Schwachsinn überhaupt auszudenken?

          • rob says:

            Ich fürchte du hast dich da in was verrannt. Ich habe

            1. das Wort “unpassend”, verwendet, nicht “bösartige/verschwörerische Absicht”
            2. in dem Zusammenhang gefragt ob das Wort noch jemand außer mir verwenden würde (du schon mal nicht, wie mir scheint) und
            3. trug ich mich in der Hoffnung dass man meinen ursprünglichen Beitrag speziell im Kontext des Blogartikels … nun ja … mit einem gewissen Augenzwinkern verstehen würde (auch was das angeht scheinen wir nicht wirklich auf einer Wellenlänge zu sein)

            Aber wenn jemand gerne überall dummes und böses sehen will kann man ihn wahrscheinlich nicht wirklich davon abhalten ¯\_(ツ)_/¯

        • Ein Reini says:

          Wenn ich demnächst mal wieder einen meiner Lieblingssprüche, nämlich : “Egal ist achtundachtzig.” ausspreche, muss ich dann damit rechnen, als rechtspopulistisch eingebuchtet zu werden oder geht mir das noch soeben als Satire durch???

        • Ein Reini says:

          Ok Ok, vielleicht habe ich das Wort “unpassend” nicht entsprechend gewürdigt, aber mit jeder anderen Anzahl an Jahren hätte irgend jemand anderer auch wieder irgend einen an den Haaren herbei gezogenen Zusammenhang erzeugt.
          Was mich erstaunt ist nur immer wieder, dass hier in Deutschland inzwischen keine Äußerung mehr getan werden kann, ohne dass da einer mahnend den Zeigefinger erhebt und in irgendeiner Weise etwas nationalsozialistisches hinein interpretiert. Wir haben eine Political Correctness, die nicht einmal mehr vor Kinderbüchern Halt macht und die Texte umschreibt, weil das Wort “Neger” darin vorkommt – eine solche Kotzprobe ist erst kürzlich bei “Pipi im Taka-Tuka-Land” erwähnt worden und ich mag nicht bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit von jedem Typen, dem die Argumente ausgehen in die rechte Ecke gestellt werden.

          • rob says:

            Ich stimme dir in so fern zu, dass auch ich zu beobachten können glaube, dass manchmal mit der Begründung von PC Diskussionen die es zu führen wert wäre im Keim erstickt und somit sozusagen das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird. Aber speziell im Bezug auf die Olympiakampagne in Berlin sehe ich das nicht. Es ist ja grade so, dass Beiträge wie dieser Blogeintrag eine Diskussion anregen sollen, nicht verhindern. Es ist meiner Meinung nach durchaus möglich gewisse Parallelen zu ziehen und die heutige politische, wirtschaftliche und soziale Situation mit der damaligen zu vergleichen (ohne sie gleichsetzen zu wollen, natürlich). Was hat man sich damals von den Spielen erhofft und was erhofft man sich heute davon? Welche “Botschaft” wollten und wollen die Befürworter damit vermitteln? Das ist natürlich nur eine Dimension in der Thematik (die historische, nämlich) und es gibt noch viele andere Dimensionen die man deswegen nicht ignorieren sollte. Aber warum sollten wir uns weigern aus Vergangenem zu lernen, bestimmte Sachverhalte zu abstrahieren und auf unsere heutige Situation anzuwenden? Das Wissen um unsere (uns im Sinne von Menschheit) Geschichte ist unser größtes Kapital – meiner Meinung nach ;-)

          • Ein Reini says:

            Man kann die Zeit der Weimarer Republik, aus der dann letztendlich das Dritte Reich wie Phönix aus der Asche entstieg überhaupt nicht mit der heutigen Zeit vergleichen, da damals das gemeine Volk gehungert hat und die Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit auf einem nie gekannten Höhepunkt befanden.
            Die Bildung war, gemessen an der heutigen Zeit auf einem wesentlich niedrigeren Niveau als heute, die Medien unterstanden weitgehend der geistigen und politischen Führung und dann kam ein Rattenfänger, der demagogisch und retorisch weit über dem Durchschnitt lag und sich mit Hilfe der Wirtschaft als Führer aufspielen konnte.
            Gleichzeitig wurde der Öffentlichkeit auch noch ein Schuldiger offeriert, nämlich die Juden, bei denen ein wesentlicher Anteil des Kapitals zu finden war und dies alles traf auf einen Nährboden aus purer Not.
            Heute geht es im Vergleich zu der Zeit jedem Harz4-Empfänger wie im Schlaraffenland.
            Die heutigen Nazis wollen einen Umbruch um des Umbruches Willen, hier geht es um Terror und darum, einen Sündenbock für eigenes Versagen zu präsentieren; man beachte doch einmal die radebrechenden Schwachmaten, die einfach irgendwelche Sprüche nachplappern, ohne sachlichen Zusammenhang und auch nur das geringste Hintergrundwissen.
            Wenn ich sehe, wie blöd die Macher bei den heutigen Nazis sind, wie blöd müssen dann die sein, die denen auch noch folgen, die wollen offensichtlich alle nur Aufseher im KZ werden.
            Heute kann sich jeder, der es denn will über alles informieren und zwar richtig und nicht nur einseitig, wobei ich die heutigen Medien eher als Meinungsmacher denn als Verbreiter tatsächlicher Volksmeinung ansehe, hier wird aus zum Teil politischem bzw. wirtschaftlichem Druck der Bevölkerung eine Meinung vorgegaukelt und manipuliert, damit es der “Political Correctness” entspricht und die Wirtschaft und das Kapital bei Laune hält.
            Nein, die heutigen Nazis und deren taubblinde Gefolgschaft entspringen nicht der gleichen wirtschaftlichen und sozialen Situation wie damals, das wäre zu bequem, aber unsere Politiker rollen doch täglich den roten Teppich für dieses Pack aus und ich vermute dahinter eine gewisse Taktik und fürchte mich vor dem Tag, an dem diese Taktik aufgeht.

          • rob says:

            Hm, so verschieden scheinen wir die Sache gar nicht zu sehen, glaube ich. Wir scheinen nur in einigen Detailfragen unterschiedlicher Auffassung zu sein. Für mich bedeutet “vergleichen” Gemeinsamkeiten und Unterschiede von zwei Sachverhalten herauszuarbeiten. Damit unterscheidet es sich deutlich von “gleichsetzen”.
            Und du hast natürlich vollkommen recht wenn du sagst dass Elend heute in seinem Ausmaß bei weiten nicht an die damalige Situation heranreicht. Das würde somit ganz klar in die Kategorie “Unterschiede” fallen. Aber wie sieht es denn aus mit Schuldzuweisungen ob der schwächelnden Wirtschaft. Da erleben wir doch auch heute wieder das einfach Erklärungen mit klaren Schuldzuweisungen durchaus einen großen Anklang finden können. Das Ausmaß ist ein anderes, das zugrundeliegende Konzept lässt sich doch aber schon vergleichen, oder? Wie sieht es aus mit der Parteinlandschaft? Die Pareienzersplitterung in der Weimarer Republik war der Nährboden dafür das die volksnahe rechtsgerichtete NSDAP das Feld von hinten aufrollen konnte. Auch dieses Situation lässt sich (wiederum in geringerer Ausprägung) doch auch heute wiederfinden? Bitte verzeih die saloppe Formulierung, ich bin ganz sicher kein Fachmann, aber so stellt sich mir die Situation nun einmal dar. Nur weil die damaligen Kampagnen “intelligenter” waren heißt es ja nicht dass sie nicht die selbe argumentative Systematik aufweisen können. Klar kann man dass nicht direkt gleich setzen. Das will wie gesagt auch niemand. Damals ist damals und heute ist heute. Aber zumindest kann man versuchen Lehren daraus zu ziehen. Und das wiederum funktioniert eben nur wenn man damals mit heute vergleicht.

          • Ein Reini says:

            Es ist nur leider so, dass die, die Lehren aus Vergangenheit und Gegenwart gezogen haben, nicht das Problem sind, sondern eine Politik, die ihre Ohren irgendwo und überall in der Welt hat, nur nicht an der Basis ihrer eigenen Bevölkerung und wenn die Herrschaften handeln, dann wird der nationale Notstand ausgerufen und unsere Demokratie mit Anlauf in den Arsch getreten.

            PS: Ich werde hier die Diskussion beenden, da sie ungefähr das gleiche Ergebnis zeitigt, wie eine Thresen-Diskussion…nämlich nichts! Und dafür ist mir das Ganze zu nervenaufreibend, da ich schon eine angegriffene Pumpe habe und ich das einfach zu persönlich nehme.

      • pjotr says:

        da steht doch nirgends, dass man in der schule nur bis 87 rechnen darf, wie kommst du denn darauf, dass das irgendjemand deinen kindern verbieten würde?

        • Ein Reini says:

          hihi, weil die schon lange nicht mehr in die Schule gehen…^^
          Aber mal Spaß beiseite, ich lass mich nicht von dir verscheißern, indem ich dir glaube, dass du es nicht verstanden hast und werde mich nicht bemühen, es dir zu erklären.
          Vielleicht ist ja jemand Anderes bereit, diesen Part für mich zu übernehmen. ;-)

      • Hans A. says:

        So kann auch nur jemand schreiben, der nicht schon mal als Lehrer in Brandenburg den Fehler gemacht hat, die Schüler um eine zufällige Zahl zu bitten. Natürlich ergreift dann einer der Klassennazis die Chance, süffisant genau diese Zahl zu nennen.

        Das Problem ist doch, dass die Nazis diese Zahl selbstverständlich als absichtlichen Hinweis aus dem Staatsapparat heraus interpretieren werden. Und vielleicht ist das ja gar nicht so ganz falsch — irgendein rechtslastiger Beamter lacht sich vielleicht gerade ins Fäustchen, weil er das so hingebogen hat.

        • Ein Reini says:

          Dann wäre es doch die Aufgabe des Pädagogen, genau so süffisant eine schriftliche Arbeit über eben diese Zahl einzufordern und warum es tunlichst zu vermeiden ist, sie mit nationalsozialistischem Gedankengut in in Zusammenhang zu bringen.

    • dwm says:

      Berlin ist doch aus Blut und Scheiße entstanden.

      • Ein Reini says:

        Bist wohl Berliner, dass du das so genau weißt…
        Wenn ich etwas hasse, dann sind es verbale Rundumschläge ohne Sinn und Verstand und diese beiden Dinge scheinen beim Verfasser eines solchen Spruches total abhanden gekommen oder nie vorhanden gewesen zu sein.

  3. Jago2000 says:

    Mit viel Brimborium und Nazimotiven werden schon vor dem Zuschlag Millionen an Steuergeldern verbrannt. Olympia, nein Danke!

  4. creezy says:

    Als gebürtige Berlinerin kann ich nur sagen, mir ist diese Kampagne unendlich peinlich. Ich entschuldige mich dafür.

    • Fred says:

      Man kann sich nicht selbst entschuldigen. Man kann nur um Verzeihung BITTEN!

      • Ein Reini says:

        Meinen Glückwunsch Fred…
        Es ist schon manchmal peinlich, wenn man so einzelne Blogbeiträge so liest.
        Da möchte sich jemand für etwas entschuldigen, obwohl er sich gar nicht schuldig gemacht hat (wobei diese Art der Entschuldigung durchaus gängiger Sprachgebrauch ist).
        Der nächst der das liest, hat nichts Besseres zu tun als den oberlehrerhaften Versuchsballon zu starten, diese Person erst einmal “vernünftiges Deutsch” zu lehren, statt zu würdigen, dass da jemand für sich und seine Mitmenschen um Verzeihung bitten will – aber dann doch bitte in korrektem Deutsch, sonst gibts gleich einen mit der Kelle.
        Schade, dass die Umgangsformen in der heutigen Zeit teilweise nur noch zum Kotzen sind – oh bitte verzeiht mir meine ordinäre Ausdrucksweise, aber sie kam von Herzen.

  5. Vauxhall says:

    Erst “Arm aber sexy” und jetzt das. Es wird Zeit Berlin den Rücken zuzukehren.

  6. Dirk says:

    Interessanter Rechts-Ruck, der zur Zeit durch Germany schleicht. Echt toll diese 36er-Kampagnen …passen ja zum Blah-Blah von [Namen aus rechtlichen Gründen von der Moderation gelöscht]:”… Kraft…Kraft…Kraft…” Ich würde dann passend noch den Claim “Wir wollen die Spiele” in “Kraft durch Freude” ersetzen und oben links ein indisches Sonnenkreuz einbauen und zur Veranstaltung Oberlippenbärte verteilen … dann simmer wieder soweit – Helau oder was?

  7. joff says:

    also bitte, das is doch ne Fake :)

  8. Ziemlich stillos und plump, dieser Beitrag, der Satire sein will und doch nicht mehr als ein schlechter Scherz ist.

  9. Andreas Berger says:

    Ja. Luschtig. Mehr aber auch nicht. Gibt echt genug anderes zu tun, echt, good for a joke, aber das war’s dann auch.

  10. Peter Witt says:

    satire. aber was soll das? erinnerung an gar nicht so vergessene ’36? testballon, wie faschomäßig wir alle doch irgendwie sind? antifa-reflexe abrufen oder abnutzen? oder ganz einfach: da ging irgendwelchen kreativen riefenstahlmäßig einer ab?

  11. Karl-Heinz Volck says:

    Ich weiß garnicht was ich glauben soll: ! ! 1936 wurde uns auch erzählt wie toll die Spiele für Deutschland sind und der Jubel war weltweit. Die Wirtschaft in Deutschland erhielt einen ziemlichen Auftrieb und viele Menschen erhielten einen Arbeitsplatz. Wohnungen wurden auch gebaut. Ein Teil der Sportstätten stehen heute noch. Und die Firmen die damals den Menschen Arbeit und Brot gaben existieren zum Teil heute noch und stützen unseren Export.
    Und was die Bedrohung aus dem Osten angeht so gab es die damals auch schon. Durch die Olympiade konnte der Friede für einige Jahre erhalten werden. Dass uns die Russen dann überfielen konnte keiner voraussehen. Wenn man aus dem Rathaus raus ist, ist man immer schlauer (auch aus dem Roten Rathaus).
    Und wenn immer von der “Verschuldung Berlins” gesprochen wird, darf nicht vergessen werden, dass das gepumpte Geld auch arbeitet und Zinsen bringt. Ich kenne viele Leute die sich freuen.
    Setze wir der Agression Putins in der Ukraine und in Afrika (Irak, Lybien, Syrien, Ägypten unsere friedlichen Spiele entgegen. Natürlich ohne Russen.
    Wir sollten mehr Selbstvertrauen haben und Vertrauen in unsere amerikanischen Freunde.
    Ein Großteil unseres Exports geht in die USA kommt chemisch veredelt wieder zurück.
    Nicht zu vergessen die geplanten Rüstungslieferungen unserer amerikanischen Freunde an die Ukraine. Freiheit bkommt man nicht umsonst und nicht alles was die Regierenden machen ist Mist! Ein Drittel unseres schwer erarbeiteten Geldes wird für sozialen Klimbim zum Fenster rausgeschmissen. Ich als 80. jähriger bin dafür auch mal etwas in die Zukunft zu investieren!
    Olympia – ich bin mit meinen Herrn Alzheimer dabei und wir werden immer mehr!
    Herr Böger ist auch dabei – den kenn ich noch von früher.
    Es freut sich auf friedliche und erfolgreiche Spiele – Kalle.
    ps. Schaut in die glücklichen Gesichter vn 1936!

    • eipram says:

      Ach so, die Russen haben die Deutschen überfallen und Amerikaner sind die Freunde Deutscher! Wenn man mit 80 Jahren so ein Weltbild hat, dann ist dies so, aber wenn man mit diesem Weltbild auch noch hausieren geht, dann ist es lediglich peinlich.

    • Ein Reini says:

      Da unterstelle ich mal den Versuch von Satire (wenn auch das entsprechende “Satire-Satzzeichen” fehlt) hinsichtlich des Überfalls Deutschlands durch die Russen. Aber da taucht doch die Frage auf: “Darf Satire wirklich alles?”
      Wenn es nich klar und eindeutig als Satire gekennzeichnet ist, kommen schon Zweifel auf und man könnte tatsächlich auf die Idee kommen, das der Artikel von einem ewig gestrigen Narren verfasst sein.

  12. Jens Bernert says:

    Ganz klar Satire. Und selbst wenn nicht: Was soll das?

  13. Volker says:

    Herrn Volcker: formvollendet, chappeau

  14. mala says:

    tja, wir haben nicht nur in beiden weltkriegen arme & beine verloren. das ist tragisch. immer wieder.
    2015 – nichts dazu gelernt.

  15. Wauzi says:

    Getroffene Hunde bellen.

  16. Joerg says:

    Alles fuer mich ok, denn die Spiele finden nicht in Berlin statt, sondern in Hamburg !

  17. welf says:

    nö, sorry aber diese satire ist wirklich daneben gegangen. es gibt genug argumente gegen die spiele in berlin, da muss man nun wirklich nicht mit einem godwin par exellence von anfang an gleich in die diskussion poltern. das diskreditiert alle gegner von olympia berlin gleich im ersten atemzug als weltfremde spinner und immer-dagegen-querulanten. ganz abgesehen davon, dass diese permanenten nazi-vergleiche an jeder ecke die ganze thematik gefährlich überstrapazieren, denn wenn dann wirklich nazivergleich mal angebracht ist, etwa wegen eindeutig faschistoiden inhalten, beachtet sie niemand mehr, weil sowieso schon jede wurst mit der nazikeule breitgekloppt wurde. antifaschismus wird mit sowas nun wirklich nicht unterstützt, im gegenteil.

    satire darf zwar alles, aber sie muss sich dann trotzdem kritik gefallen lassen. und die kritik hierzu lautet ganz klar: nope, fail.

  18. Thorsten says:

    Berlin kann sich doch gar nicht um die Olympiade bewerben, der Flughafen wird bis dahin doch gar nicht fertig sein

  19. Auge says:

    Satire darf alles. Schluss, Punkt, aus. Und wenn man die Kommentare liest, weiß man auch, warum das so sein soll, sein muss.

  20. Ein Reini says:

    Grundsätzlich sollte Satire (fast) alles dürfen, aber wie es in einem halbwegs gemäßigten Zusammenleben üblich ist, so sollte auch hier der Grundsatz gelten: “Die Freiheit des einzelnen endet, wo die Freiheit des Anderen beginnt.”
    Habe da einen interessanten Artikel gefunden, den man sich durchaus mal zu Gemüte führen sollte, bevor man gegenseitig mit Kanonen auf Spatzen schießt – und statt dessen Menschen trifft.

    Freiheit in Grenzen.
    Editorial / Kommentar / Blickpunkt
    Landtag intern, 43. Jahrgang, Ausgabe 2 vom 08.02.2012, S. 2

    Freiheit – ein großer Begriff. Und in unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zentral dazu. Das zeigt schon der Blick ins Grundgesetz: Ob in Sachen Religion, Versammlung oder Meinungsäußerung – die Freiheit konstituiert sich in den Grundrechten.
    Da mag sich beim ein oder anderen das Gefühl einschleichen, die eigene Freiheit sei quasi grenzenlos. Das ist sie natürlich nicht. Weder rechtlich noch moralisch, wie uns schon der Philosoph Immanuel Kant lehrte: “Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt.”
    Das ist mitunter ein schwieriges Unterfangen – zumal in einer immer stärker auf die Selbstverwirklichung des Einzelnen ausgerichteten Gesellschaft. Ein Beispiel hierfür ist die fortwährende Debatte um den Nichtraucherschutz, wo die Freiheit der Raucher und die der Nichtraucher aufeinander prallen. Oder jetzt die Diskussion um lautstarke Trinkgelage von überwiegend jugendlichen Partymachern auf öffentlichen Plätzen. Während die einen auf ihr Recht auf Unterhaltung und den Gemeingebrauch öffentlicher Flächen pochen, fühlen sich die anderen durch Lärm und Dreck in ihren Rechten verletzt. Beide Seiten haben bis zu einem bestimmten Grad ihre Berechtigung. Aber wie zusammenkommen?
    Überlegt wird, das Problem rechtlich über ein präventives, räumlich und zeitlich begrenztes Alkoholverbot zu lösen. Für eine solche Einschränkung der im Grundgesetz festgeschriebenen Grundrechte gelten laut Fachleuten allerdings hohe Hürden. Bleiben die Möglichkeiten eines Glasflaschen-Tabus oder eines Alkohol-Verkaufsverbots ab einer bestimmten Uhrzeit. Das Problem: Wer es darauf anlegt, kauft sich den Nachschub einfach auf Vorrat, lärmt und verschmutzt weiter.

    Was Du nicht willst …

    Am Ende wird es wohl entscheidend darauf ankommen, dass sich alle Beteiligten der Grenzen ihrer eigenen Freiheit bewusst werden. Denn abseits von rechtlichen Interventions(un)möglichkeiten bedeutet eingeräumte Freiheit eben auch moralische Verantwortung: “Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.” Oder einfacher gesagt: Was Du nicht willst, das man Dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu! Und jetzt mal ehrlich, egal wie alt: Wer will schon eine verdreckte Straße vor der eigenen Haustür, ohrenbetäubenden Lärm unter dem eigenen Schlafzimmerfenster und lautstarke Randale im eigenen Vorgarten?
    Das eigene Verhalten auf diese Weise zu reflektieren und entsprechend Rücksicht zu nehmen, das müssen wir nicht nur, aber gerade auch, unter jungen Heranwachsenden wachhalten. Denn der Respekt der Freiheit und der Rechte anderer bleibt ein wichtiger Eckpfeiler unseres Zusammenlebens. Und das längst nicht nur in puncto Trinkgelage.
    bra

    ID: LI120202

  21. nemo says:

    zu Charlie habe ich gesagt, dass Satire auch schlecht sein darf
    zum Abmahnwahn habe ich gesagt, dass man sich auch ein paar Stunden Zeit nehmen sollte, um direkt zu kommunizieren, viele Probleme ließen sich dadurch einfacher aus der Welt schaffen

    Zu Olympia sage ich lieber nichts. Das würde zu lang.

  22. Andy F says:

    So viel zur Freiheit der Kunst und Satire!

    Je suis Metronaut!

  23. Frontsoldat says:

    Klasse, weiter so………heute genau wie damals… Weil unsere Vaeter und Volksverteter gelogen haben!!!!!!!!!

  24. Frontsoldat says:

    hab mich fuer die Volksgruppe angemeldet….. mal schauen ob Fortuna mehr mit mir oder mit der Allianz ist.

  25. DerVonHier says:

    Sollen die Hamburger sich damit rumschlagen, ich hab kein Bock drauf und kann absolut auf “Olympia” verzichten.

  26. Das ist doch völlig schnuppe, ob Artikel und Motive nun gekonnt sind, halbwegs witzig oder komplett daneben. Wichtig ist, dass es in die deutsche Öffentlichkeit gelangen darf, ohne (au weia, dieses Wort) abgemahnt zu werden. Allein das zählt. Und noch viel mehr natürlich die alte Regel: erst die Aufregung pumpt die Sache auf und macht sie zum Politikum. Die Satire hat einen waidwunden Punkt getroffen: Wir alle sind immer noch olle Nazis.

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