Musterbrief für Datenauskunft und Löschung von Daten

Möbel Kraft hat mir zum wiederholten Male unaufgefordert Werbepost zugeschickt. Da ich einfach nicht einsehe, dass mit dieser unnötigen personalisierten Werbung Papier verbraucht und mein Recht an meinen Daten verletzt wird, habe ich mich schon letztes Mal gewehrt. Da die unfrankierte Rücksendung der Werbung bei Möbel Kraft wohl nicht wirkt, schreibe ich jetzt eine Mail an den Datenschutzbeauftragten dieses unsäglichen Möbelunternehmens.

Da Datenmissbrauch und unverlangte Werbung ja ständig vorkommt, möchte ich hier gleich noch ein Musterschreiben veröffentlichen, dass Ihr diesen Direktmarketingfuzzis schicken könnt. Das schöne an der Datenauskunft ist auch, dass sie Arbeit macht und somit die Datenkraken und Adresskäufer und -mieter Geld kostet. Also – ab damit!

Sehr geehrte Damen und Herren,

von Ihrer Firma habe ich am XY.XY.2XXX wiederholt Werbematerial zugesandt bekommen, welches ich nicht angefordert hatte.

Mit Hinweis auf § 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4, § 34 Abs. 1-3 BDSG fordere ich Sie daher auf, mir Auskunft zu erteilen, welche Daten außer der oben aufgeführten Adresse Sie über meine durch diesen Namen/diese Adresse identifizierte Person gespeichert haben, und aus welchen Quellen sämtliche mich betreffenden Daten stammen.

Desweiteren fordere ich Sie auf, mir nach § 34 Abs. 1, § 43 Abs. 3 BDSG, den Verwendungszweck sämtlicher mich betreffenden Daten mir gegenüber offen zulegen.

Nach § 28 Abs. 4, § 30 Abs. 3, § 43 Abs. 3, und § 4 Abs. 1 BDSG verlange ich die unverzügliche Sperrung sämtlicher meine Person/meine Adresse betreffenden Daten.

Ich untersage Ihnen jedwede zukünftige Speicherung meine Person bzw. meine Adresse betreffenden Daten ohne meine vorherige ausdrückliche schriftliche Genehmigung. (§ 28 Abs. 4, § 4 Abs. 1,2 BDSG )

Desweiteren untersage ich Ihnen die Übermittlung dieser Daten an Dritte. Für bereits an Dritte übermittelte Daten fordere ich eine unverzügliche Sperrung (§ 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4 BDSG) sowie eine schriftliche Bestätigung über diese Maßnahmen.

Ich möchte Sie bitten, die verlangte Auskunft bis spätestens (2 Wochen ab Absendedatum) zu erteilen.

Ich halte Ihre Form des Direktmarketings per Post nicht nur für sittenwidrig und belästigend, sondern auch für kontraproduktiv für die Marke “XY”. Durch ihre Form der Werbung ist der Name “XY” leider negativ bei mir konnotiert und wird mich sicherlich nicht zu einem Kunden von Ihnen machen.

Sollten Sie eine Fristverlängerung benötigen, bitte ich um eine entsprechende Zwischennachricht.

Hochachtungsvoll

XY

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