Tag Archiv für 'nazis'

Metrolaut 10 – Nazis in Schöneweide

Dieses Mal zu Gast ist Kati Becker, Mitarbeiterin im “Zentrum für Demokratie”, einer bezirklichen Einrichtung für politische Bildungs- und Vernetzungsarbeit, insbesondere gegen Rechtsradikale.

Das Zentrum befindet sich in Schöneweide, einem Berliner Nazi-Hotspot mit gefestigten Strukturen, dem in letzter Zeit viel Medieninteresse gewidmet wurde. Schöneweide gilt vielen als No-Go-Area.

Kati Becker erzählt im Interview, wie die Nazis agieren, was aktuell und in Zukunft dagegen getan werden kann. Kati Becker erhält heute den Preis für Zivilcourage des Berzirks Treptow Köpenick.

Zum Podcast gibt es eine ausführliche Linkliste:

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NSU – und keiner wollte es wissen

Im November sitze ich wie so viele entsetzt vor dem Fernseher und erfahre von einer nationalsozialistischen Terrorgruppe, die unbehelligt mindestens zehn Menschen tötete und einen hochgefährlichen Nagelbombenanschlag verübte. Traurig macht mich die Opferseite. Den Angehörigen der Ermordeten erklärten die Polizeibehörden, dass ihre Ehemänner, Väter oder Brüder Kriminelle gewesen seien. Heute kennen wir das wahre Mordmotiv: rassistischer Hass. Die Angehörigen sind über Jahre allein gelassen und so doppelt bestraft worden.

Ein weiteres Gefühl, das in mir aufkommt, ist blanke Wut, etwa als ich Bundesinnenminister Friedrich in den Tagesthemen sagen höre, bis zur Entdeckung des terroristischen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) habe sich niemand vorstellen können, dass in Deutschland Neonazis gezielt Migrantinnen und Migranten ermorden könnten. Immerhin ist die Aussage ehrlich. Sie belegt implizit, was wir freilich schon lange wissen: dass der deutsche Staat auf dem „rechten Auge“ absichtsvoll und wissentlich blind ist.

Denn natürlich weiß jeder denkende und halbwegs informierte Mensch um die mörderische Brutalität der Nationalsozialisten. Eigentlich sollte man meinen, dass nach Auschwitz, der Entfesselung des Zweiten Weltkriegs und weiterer monströser Verbrechen daran kein Zweifel mehr bestehen kann. Aber auch die jüngere Zeit ist voll von faschistischen Hassverbrechen: Der Bombenanschlag, der in der Geschichte der BRD die meisten Todesopfer (13) gekostet hat, wurde 1980 auf dem Oktoberfest in München von Neonazis verübt. Seit der Wiedervereinigung wurden mindestens 137 Nichtdeutsche, Obdachlose und Linke durch Faschisten getötet, die Opfer des NSU nicht eingerechnet – eine deutsche Realität, die viel zu wenig im Bewusstsein der breiten Bevölkerung verankert ist.

Schlimm genug, dass sich der Innenminister eine solche intellektuelle und politische Fehlleistung leistet. Noch schlimmer jedoch ist – weil bezeichnend für den Zustand dieses Landes –, dass ihm diese Worte nicht öffentlich um die Ohren gehauen werden, nicht von anderen Politikern, nicht von den Medien. In Deutschland, das sich seiner angeblich vorbildlichen Geschichtspolitik in Sachen „Drittes Reich“ rühmt und dafür entsprechendes Ansehen im Ausland genießt, sind offensichtlich entscheidende Lehren aus der genozidalen Geschichte noch immer nicht gezogen worden.

Dieser Text ist keine umfassende Bestandsaufnahme des Komplexes NSU, die es tatsächlich schon gibt. Die Lektüre des Artikels auf dem Portal „dasdossier.de“ wird wärmstens empfohlen, auch wenn darin die Verbindungen zwischen NSU und NPD ausgespart bleiben. Hier geht es darum, auf den einen oder anderen Punkt hinzuweisen, sich aufdrängende Fragen zu stellen und die sich daraus ableitenden Forderungen zu formulieren.

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Nazidatei: Wie der Sicherheitsapparat von den Morden der NSU profitiert

Richtig Klartext in Sachen Nazimorde und Nazi-Verbunddatei gab es in den Tagesthemen, und Anne Roth hat Video und das Transkript des Beitrages. Warum solche Verbunddateien die Verfassung untergraben, hatten wir im Artikel “Auch die Erfassung von Nazis ist ein Angriff auf die Bürgerrechte” gebloggt.

Leak: Neuauflage der Imagekampagne “Das ist Thüringen”

Gerade wurde berichtet, dass das Land Thüringen die Kampagne “Das ist Thüringen” zurückziehen wolle, da diese momentan kontraproduktiv wirke – und schon wurden uns aus Kreisen der thüringischen Landesregierung brandneue Motive zugespielt, die als “aktualisierte Kampagne” ab nächstem Monat publiziert werden sollen:

Weitere Motive:

(Idee via ilf)

Dresden: Mal schnell eine ganze Demo überwachen

Als am 19. Februar zehntausende Menschen gegen Nazis in Dresden protstierten, ließ die Polizei über viereinhalb Stunden die gesamten Handy-Verbindungsdaten großräumig mitschneiden und wertete diese aus. Betroffen von der mit großer Sicherheit rechtswidrigen Maßnahme waren nicht nur etwa 12.000 Funkzellen-Anwohner, sondern auch tausende Demonstranten. Die Staatsanwaltschaft Dresden begründet diese massive Grundrechtsverletzung mit einer Anzeige wegen schwerem Landfriedensbruch.

Die Polizei nutzte die Daten auch für weitere Ermittlungen, z.B. gegen Menschen, deren Personalien sie aufgenommen hatte. Zum Beispiel gegen einen Mitarbeiter der Linkspartei, wie die taz berichtet. Auch wurden Verbindungsdaten vom Grünen-Abgeordneten Christian Ströbele erfasst und tauchten in Ermittlungsakten auf.

Die von Polizei und Staatsanwaltschaft Dresden benutzte Funkzellenauswertung ist dazu geeignet, zu erfassen, wer wann wo auf einer Demonstration war. Sie greift in das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit ein, da sie geeignet ist, genaue Profile von Demonstranten zu erstellen und deren Anwesenheit auf Demonstrationen zu bestätigen. Auch scheint die gemachte Verbindung zwischen Personalienfeststellung und Zuordnung dieser zum Handy als rechtlich äußerst fragwürdig, gerieten doch hunderte in Polizeikontrollen und erhielten Platzverweise. Der Vorfall von Dresden zeigt einmal mehr, dass Strafverfolgungsbehörden alle Mittel, die ihnen zur Verfügung stehen auch absolut unverhältnismäßig nutzen. Es ist also mehr als angebracht, die Funkzellenauswertung schnellstmöglich einzuschränken oder ganz zu verbieten. Die Beschränkung auf schwere Straftaten reicht anscheinend nicht aus, wenn ein Fall von Landfriedensbruch als Begründung reicht, tausende Menschen zu überwachen und diese Überwachungsmaßnahmen dann in Ermittlungen gegen alle möglichen Leute einfließen.

Nazialarm: Idioten wollen nach Kreuzberg marschieren

Ich würde mal sagen: Kommt doch alle am morgigen Samstag, den 14.5. ab 12 Uhr zum kollektiven….

Infos:
http://www.antifa.de
http://antifa-neukoelln.de.vu/
http://twitter.com/hedintern

Nazi-Angriff auf buchenwald.de

Trottel mit Vorliebe für die Farbe Braun haben die Homepage der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora angegriffen (Presseinfo).

Blockadesong: Karen Eliot & The Antifa Swingers

Dresden Neustadt 2010 – Blockadesong from antifaswingers on Vimeo.

“Dresden Neustadt 2010″ von Karen Eliot & The Antifa Swingers. Nachtreten kann so schön sein.

Riesenbündnis gegen Naziaufmarsch in Dresden am 13. Februar

Mit mehr als 1000 Gruppen, Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen mobilisiert das Bündnis “Nazifrei! Dresden stellt sich quer” bundesweit gegen den Naziaufmarsch am 13. Februar. Einen schönen Überblick und ein Interview zu den Protesten gibt es auf www.dresden-nazifrei.de.

Jetzt machen auch noch die Wikinger gegen Thor Steinar mobil

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Gerade entdeckt bei der Hedonistischen Internationale – am Samstag, den 21. März ist Demo gegen Nazis. Los gehts am Boxhagener Platz (Berlin-Friedrichshain) um 12 Uhr.