Projekt: Eine Woche ohne Google

Die Monopolstellung von Google bereitet immer mehr Menschen Kopfzerbrechen. Denn wer wann welche Information bekommt, entscheidet das Unternehmen mit seinen Suchalgorithmen. Dass Google dabei auch mit autoritären Staaten wie China kooperiert, hat Googles Leitgedanken “Don´t be evil” ad absurdum geführt. Hinzu kommen die Unmengen von Daten, die Google bei unseren Suchabfragen, aber auch bei der Nutzung von Webseiten via des Statistiktools Google Analytics sammelt. Zuviel Daten in einer Hand sind gefährlich, auch wenn Google bisher nicht durch Datenskandale a la Telekom aufgefallen ist.

Der “Verein zur Förderung der Suchmaschinen-Technologie und des freien Wissenszugangs e.V.” ruft nun zu einem Experiment auf, dass vielen von uns schwer fallen dürfte: eine Woche ohne Google. Dabei versteht der Verein das Projekt keineswegs als Boykottaufruf: “Google ist eine Suchmaschine von vielen, Suchmaschinen sind eine Art Suchwerkzeuge von vielen. Nutzen Sie diese Pluralität! Lernen Sie die Vielfalt des Internet kennen: benutzen Sie für eine Woche gezielt keine Dienste von Google.”

Wir finden das spannend, denn es gibt zahlreiche Alternativen, die wir als Gewohnheitstiere immer mehr aus den Augen verlieren. Dabei geben wir selbst Google mehr Macht als nötig. Denn die Entscheidung, welche Suchmaschine wir nutzen, liegt bei uns – auch wenn Google “gefühlt” die besten Ergebnisse bringt.

geschrieben von: John F. Nebel

John F. Nebel ist Blogger, Podcaster und Journalist. Bei Metronaut sind seine Themen Soziale Bewegungen, Grundrechte, Freiheit, Überwachung, Netzpolitik, Aktivismus, Public Relations und alles andere, was ihn gerade interessiert.

Hinterlasse einen Kommentar