Danke, Christian Streich.

Ich bin kein großer Fußballfan. Ich weiß nicht mal, wo der SC Freiburg in der Tabelle steht. Aber ich weiß, dass der Verein einen guten Trainer hat. Sportlich bestimmt auch, aber vor allem menschlich. Es sind die einfachen und klaren Worte, die heute so fehlen. Und die dieser Christian Streich dann vor der Fußballclub-Pressekonferenzwand sagt.

Die Angst vor dem Rechtsruck in diesem Land. Dass es so schnell geht. Die Fassungslosigkeit, dass etwas aus den Fugen gerät. Dagegen setzt er Menschlichkeit. Ganz selbstverständlich. Und er fordert ein Bekenntnis dazu ein. Danke, das macht Mut.


Eigentlich schade, dass der Mann nicht Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten ist. Der hat Format. Ist Mensch. Sagt, was wirklich wichtig ist. Und das nicht zum ersten Mal.

Update:
Die taz hat die Rede transkribiert.

geschrieben von: John F. Nebel

John F. Nebel ist Blogger, Podcaster und Journalist. Bei Metronaut sind seine Themen Soziale Bewegungen, Grundrechte, Freiheit, Überwachung, Netzpolitik, Aktivismus, Public Relations und alles andere, was ihn gerade interessiert.

2 Kommentare

  1. anarchisterich says:

    ehrlich gesagt bin ich ganz froh, daß leute wie er und seinerzeit beate klarsfeld eben NICHT für das amt des bundespräsidenten zur debatte stehen, denn solch wertvolle menschen hat die wertlose verlogene brut, die uns im sinne der profitgier “regieren”- eigentlich machen das ja nicht merkelwürden & co, sondern die multinationalen konzerne- nicht im mindesten verdient. dieses gesindel soll sich als obersten deutschen handschüttelhanswursten genauso einen rückgratlosen arsch wie gauck oder steinmeier hinstellen, denn man kann ja keinem einigermaßen moralisch denkenden menschen zumuten, die bluttriefenden, schmierigen klauen der restlos verkommenen offiziellen der großen weiten welt zu schütteln, ohne daß die person nachhaltig traumatisiert wird.

    wird zeit für die weltrevolution…

  2. willi says:

    Mir kommt hier das Management vom SC Freiburg zu kurz. Der Club ist mit Streich abgestiegen. Es gibt Vereine die den Trainer vorher rausgeworfen hätten, der SC hat’s glücklicherweise nicht getan. Vom Christian kann sich bundesweit jeder einzelne ne richtig dicke fette Scheibe abschneiden. Das scheint der Vorstand erkannt zu haben und deswegen ist mir dieser Laden volle Möhre sympathisch, wenn auch aufm Platz keine Gefangenen zu machen sind, schließlich gibts überhaupt niemanden der der SGD das Wasser reichen könnte.

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