Metrolaut 4: Tennis-Hools, Fanboys und die linksextreme Mafia

Nach langer Pause hier also der 4. Metrolaut.
Dieses Mal mit Stargast Fefe von Alternativlos.
Und das waren die Themen:

Locationgate & Apple-Fanboys (Vorsicht, Apple)
der 1. Mai und die linksextreme Mafia (Vorsicht, BZ)
– Neues vom Sport (Vorsicht, Bild)
Tennis-Hooligans (Vorsicht, Bild)
Sarrazin (Vorsicht, Spiegel)
Troll der Woche (Vorsicht, Metronaut)

geschrieben von: John F. Nebel

John F. Nebel ist Blogger, Podcaster und Journalist. Bei Metronaut sind seine Themen Soziale Bewegungen, Grundrechte, Freiheit, Überwachung, Netzpolitik, Aktivismus, Public Relations und alles andere, was ihn gerade interessiert.

9 Kommentare

  1. Meine in den letzten 20 Minuten erfolgten Versuche, diesen Podcast mittels iTunes zu abonnieren, sind leider alle fehlgeschlagen. Woran das liegen könnte, vermag ich nicht herauszufinden, da es mir dazu der nötigen Kenntnisse mangelt. Da aber in allen bisherigen Fällen die manuellen Abonnements geklappt haben, vermute ich die Ursache eher hier. Im sog. Store von iTunes ist Metronaut leider auch nicht gelistet.

    Hat Apple etwas gegen Metronaut? Oder mache ich etwas falsch?

    Folgende URL’s habe ich probiert:

    http://www.metronaut.de/category/podcast/feed/

    und

    http://www.metronaut.de/feed/

    Eine kurze Nachricht via E-Mail wäre gut.

    Viele Grüße

    Peter Viehrig

  2. John F. Nebel says:

    Hier.

  3. mercur says:

    Der Troll kehrt immer an den Tatort zurück:
    Da es offenbar nicht angekommen ist:
    Wir leben LEIDER im Kapitalismus.
    Dieser ist zu kritisieren, aber nicht seine Zahnräder. Weder du oder ich als Konsument, noch Apple als Produzent. Das System ist das Problem und nicht seine Akteure.
    Personalisierte Kapitalismuskritik ist ih-bäh und darauf bezog sich mein Kommentar.
    Und ja, ich fände es schön, wenn es kollektivistich produzierte Smartphones gäbe.
    Aber dennoch danke für die Ehrung :)

  4. Hallowach says:

    “die Kirche aus Cupertino”
    Den Grad von Gläubigkeit, den ihr bei der “Kirche aus Cupertino” unterstellt, findet sich bei durchschnittlichen Kirchenmitgliedern nicht.

  5. Andreas says:

    Irgendwie kann Fefe sich nicht daran erinnern, da mitgemacht zu haben. Ein Hinweis, dass er da nur als mashup auftaucht, wäre vielleicht angemessen.

  6. John F. Nebel says:

    Nee, nee – das ist doch kein Mashup. Wie bei den vorherigen Podcasts, in denen Guttenberg, Merkel und de Maiziere Studiogast waren, ist das Interview natürlich echt.

    http://www.metronaut.de/category/podcast/

  7. jami says:

    Ihr müsst bei den Sportlern die aus der Riege der BW, BGS etc kommen bedenken, dass es für diese Sportler in Deutschland nahezu die einzige Chance ist ihren Sport professionell zu betreiben. Von den meisten Sportarten kann man hier nicht leben. Da bleibt nur der Gang zur BW, BGS etc. Das ist leider traurige Realität.

  8. Johnny says:

    @jami: “Von den meisten Sportarten kann man nicht leben” – “traurige Realität” – vielleicht.

    Aber was genau ist jetzt daran neu, dass Menschen die nichts vernünftiges gelernt haben, nichts anderes übrig bleibt, als zum Bund zu gehen?

  9. Alexander DeLarge says:

    Zu den Ausführungen zum ersten Mai muss ich tatsächlich mal was loswerden.

    Zunächst mal beim Urschleim: Der erste Mai ist der internationale Kampftag der Arbeiter. Die Geschichte von Haymarket Square Riot über den Blutmai und alles was dazu gehört, lasse ich jetzt mal aus. Wikipedia kennt jeder. Dieser Hintergrund verdeutlicht, warum der erste Mai als politischer Kampftag auch heute noch aktuell ist. Die Aufrufe von Gewerkschafts- und revolutionärer Demo sind auch lesenswert. Auch wenn einzelne Passagen vielleicht Geschmackssache sind, sind die Forderungen größtenteils nicht nur berechtigt, sondern notwendig für eine freie und lebenswerte Gesellschaft. Am ersten Mai demonstrieren gehen, ist daher unterstützenswert!

    Auch die “Maifestspiele” in Berlin haben ihre besondere Historie. Als kleine Anekdote für vor allem die Bürgerrechtler: Das erste Mal hat es in Kreuzberg 1987 gekracht, nachdem die Bullen am Morgen des 1. Mai das Volkszählungs-Boykott-Büro im Mehringhof durchsucht haben. Als Reaktion ist eine Wanne umgefallen, woraufhin die Bullen das Fest am Lausitzer Platz angriffen. Der Rest ist Geschichte. (Den Bolle haben nicht die Aktivist/innen angezündet, sondern ein unpolitischer Serien-Brandstifter).

    Das ist eine schöne Überleitung zum MyFest. Wie bereits erwähnt, gibt es schon immer Straßenfeste am ersten Mai in Berlin-Kreuzberg. Diese waren jedoch immer UNSERE Feste. Sie waren selbst-organisiert und sehr politisch geprägt. Zu den Demos ging die Musik auf den Bühnen aus und die Leute wurden von den Bühnen aufgerufen, sich an den Demonstrationen zu beteiligen. Die Mai-Feste sind also eine tolle Sache.

    Das änderte sich erst, als der Senat als Befriedungsmaßnahme das MyFest auf die Beine stellte, um das Fest zum Spektakel zu machen, den politischen Charakter zurückzudrängen und mehr Kontrolle darüber zu erhalten. Kooperation mit Bullen und Glasflaschenverbot waren vorher undenkbar.

    Zu Grottian. Man muss die Aktion mit seinem Auto nicht gutheißen. Aber das war wohl keine Reaktion auf die Initiative eines bullenfreien ersten Mais, sondern weil im Gegenzug auf der traditionellen revolutionären Demonstration massiv Steine in den Weg (haha) gelegt worden. Eine Diskussion dazu findet sich auf Indy.

    Der Kampftag und die politischen Demonstrationen an diesem Tag sind und bleiben also wichtig, auch in diesem Jahr.

    Ob die anschließende Randale mehr sind als Maifestspiele, bei denen jede Seite endlich mal wieder darf, kann jede/r für sich beurteilen. In der Tat sind wohl die meisten festgenommenen keine klassischen Aktivist/innen, sondern so genannte Krawallouristen aus dem ganzen Bundesgebiet. Ob es angesichts der Menschenverachtung auf der Welt (Kriege, Hunger, Ausbeutung..) legitim ist, seine radikale Ablehnung dieser bestehenden Ordnung auch mal militant auszudrücken, ist wieder eine lang diskutierte Frage, die jede/r nur individuell beantworten kann.

    Nur aus der zehnten Reihe werfen ist in der Tat nicht nur feige, sondern rücksichtslos und merkbefreit.

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