Buchtipp: Ilja Trojanow/Juli Zeh – Angriff auf die Freiheit

angriff_auf_die_freiheit.jpg Diese Woche ist “Angriff auf die Freiheit” von Ilja Trojanow und Juli Zeh erschienen. Das nur 140 Seiten starke Buch fasst in einfachen Worten zusammen, wie welche Freiheits- und Bürgerrechte in den letzten Jahren demontiert wurden und welche Auswirkungen das auf unsere Privatsphäre und die Demokratie hat. Wer sich aktiv mit Freiheit, Datenschutz und Privatsphäre beschäftigt, wird vieles aus dem Buch schon kennen und trotzdem neue Aspekte des Themenfeldes kennenlernen.

Hervorragend eignet sich das Buch als Geschenk für interessierte Menschen, die sich noch nicht umfassend mit dem Thema Privatsphäre, Bürgerrechte und Überwachung auseinandergesetzt haben. Es ist klar und deutlich geschrieben und erklärt anhand von zahlreichen Beispielen die Gefahr des Sicherheitswahns für unsere demokratische Gesellschaft. Nach der Lektüre wird jedem klar, dass es höchste Zeit ist zu handeln.

Gerade im Hinblick auf die Großdemo “Freiheit statt Angst” am 12. September und die bevorstehende Bundestagswahl, kann hier noch ein bisschen mobilisiert werden. Ich schenke das jetzt mal meinen Eltern.

geschrieben von: John F. Nebel

John F. Nebel ist Blogger, Podcaster und Journalist. Bei Metronaut sind seine Themen Soziale Bewegungen, Grundrechte, Freiheit, Überwachung, Netzpolitik, Aktivismus, Public Relations und alles andere, was ihn gerade interessiert.

3 Kommentare

  1. argolis says:

    Ich war letztens etwas enttäuscht von der Frau Zeh, als sie sich als SPD-Wählerin geoutet hat und sich auch nicht zu schade war, für den Verein auch noch im Rahmen von “Illner Intensiv” Wahlwerbung zu machen.

    Will man solche Leute wirklich auch noch durch den Kauf von Büchern unterstützen?

  2. John F. Nebel says:

    Das ändert nichts daran, dass dieses Buch die aktuelle Situation treffend beschreibt und noch mehr Menschen für das Thema sensibilisieren wird. Wie man als Freund/in der Grundrechte die SPD wählen kann, ist mir allerdings ein Rätsel.

  3. argolis says:

    Ja, du hast Recht. Wenn der Text was sinnvolles zum Thema beiträgt, dann sollte man damit arbeiten. unabhängig davon, was Juli Zeh sonst so in ihrem Leben anstellt.

    Mir war die Frau nur bisher (!) so sympathisch und ich musste wohl einfach mal meiner Enttäuschung und meinem Erstaunen Ausdruck verleihen.

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