Freedom on the Net Report 2011


Freedom House hat seinen “Freedom on the Net Report 2011” herausgebracht. Im Bericht über Deutschland (PDF) ist vor allem die lebhafte und aktive Szene für Internetfreiheit hervorgehoben. Insgesamt konstatiert der Bericht in der Zusammenfassung (PDF):

– ein Anwachsen der politisch motivierten Zensur- und Kontrollversuche
– eine Beschleunigung und zunehmende Institutionalisierung der Kontrolle
– eine Stärkung des vorhandenen Kontrollapparates

Immer mehr Webseiten werden politisch zensiert bzw. geblockt. Besonders hervorgetan haben sich hierbei: Bahrain, Weißrussland, Burma, China, Kuba, Ethiopien, Iran, Kasachstan, Pakistan, Saudi-Arabieen, Südkorea, Thailand, Tunisien, Turkei und Vietnam.

Der Bericht stellt außerdem ein Anwachsen von Cyberattacken gegen politische Gegner und Oppositionelle fest. Hierbei sind besonders Bahrain, Weißrussland, Burma, China, Iran, Kasachstan, Malaysia, Russland, Saudi-Arabien, Thailand, Tunisien und Vietnam aufgefallen.

Außerdem bemühten sich zunehmend Regierungen durch eine Zentralisierung den Zugang zum Netz zu kontrollieren. Zu diesen Ländern gehören Aserbaidschan, Bahrain, Weißrussland, Burma, China, Kuba, Ägypten, Äthiopien, Iran, Jordanien, Kasachstan, Malaysia, Saudi-Arabien, Thailand, Tunisien, Turkei, Venezuela, Vietnam und Zimbabwe.

Als aktuell besonders gefährdet stellt der Bericht die Freiheit des Netzes in Thailand, Russland, Venezuela und Jordanien vor. So wird in Russland das bislang recht freie Netz z.B. zunehmend eingeschränkt. Es stellt die letzte Bastion der freien Meinungsäußerung im Land dar.

Wie der Bericht Maßnahmen wie Filterlisten in Australien bewertet, konnte ich noch nicht rausfinden. Australien wird im Bericht, trotz vorhandener Zensurinfrastruktur als “Free” bezeichnet.

Den gesamten Bericht gibt es in englischer Sprache hier als PDF zum Download.

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